Freitag, 17.06.2016, 16:21 Uhr

Schüler entwickeln Werbestrategien

In Kleingruppen erarbeiteten die Schüler mit dem Fachmann Jens Schroeder Werbe- und Veranstaltungsideen, die besonders Jugendliche ansprechen. Foto: Klaeden

„Es war ziemlich interessant. Auch die Fragebögen, die wir ausgewertet haben, waren sehr informativ, gerade was die vielen Produkte angeht“, sagt Valerie Fuchs (15).

„Mir hat der Workshop ziemlich gut gefallen. Wir haben echt viel erfahren und wir konnten unsere Verbesserungsvorschläge einreichen“, sagt Viviane Spier (15).

Der 16-jährige Lorenzo Franzoso freut sich darüber, dass die Ideen der Schüler ernst genommen werden: „Wir konnten unsere Meinung einfach so frei äußern.“

Goslar. „Wie wäre es mit einer Sitzecke und Getränken?“, „Oder einer Mini-Messe, auf der wir selbst die neuen Gaming-Gadgets testen können.“ Wer wissen will, was Jugendliche wollen, fragt sie am besten.

Die Neuntklässler der Realschule Goldene Aue wissen das jedenfalls genau. Jürgen Breiler, Geschäftsführer des Elektromarktes „expert Riedel und Neumann“ in Goslar, organisierte gemeinsam mit Jens Schröder, Inhaber der Werbeagentur „roundtable 360° Communications“ aus Hamburg einen Werbe-Workshop, um den Schülern einen detaillierten Eindruck in die Branche zu verschaffen.

„Was wollen wir?“

Zum Thema Kaufverhalten von Jugendlichen lernten die Jungen und Mädchen, wie ein Werbekonzept erstellt wird und was dazu im Vorfeld beachtet werden muss. Dabei schlüpften die Schüler selbst in die Rolle von Werbefachleuten. In Kleingruppen berieten sie über Verbesserungen für die expert-Filliale in Goslar.

Vorab untersuchten die Jugendlichen mithilfe von Fragebögen, was sie selbst von einem Elektro-Fachhandel erwarten. Nach einer Auswertung erarbeiteten sie verschiedene Werbestrategien und Veranstaltungen, die besonders für 13- bis 19-Jährige ansprechend sind. „Das ist ein Geben und Nehmen“, sagte expert-Geschäftsführer Jürgen Breiler. „Die Schüler bekommen einen fachbezogenen Einblick in die Werbebranche und wir können im Gegenzug ermitteln, was wir für diese Zielgruppe verbessern können.“

Die gesammelten Ideen sollen aber nicht nur auf dem Papier notiert, sondern gemeinsam mit einigen ausgewählten Workshop-Teilnehmern umgesetzt werden. „So lernen die Jugendlichen auch den praktischen Teil kennen“, erklärte Werbefachmann Jens Schroeder.

Nach den Sommerferien ist ein weiterer Workshop geplant, in dem einige Schüler ihre Konzepte selbst in die Tat umsetzen können. Zu den Ideen gehört zum Beispiel die Entwicklung von Werbevideos, in denen die Jugendlichen selbst die Produkte vorstellen. Außerdem soll ein Wlan-Zugang für Kunden eingerichtet werden. Wasserspender und Getränkeautomaten in einer Lounge sollen den wartenden Shopping-Begleitern eine Erfrischung bieten.


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