Mittwoch, 25.05.2016, 18:07 Uhr

Ran an den Job: Planung statt Chaos

Bloß nicht den Kopf hängen lassen: Diese Tipps helfen euch beim Anfertigen eurer Bewerbung. Foto: Archiv

Bewerbungen schreiben kann ganz schön anstrengend sein. Diese paar Unterlagen könnten schließlich den Grundstein für die Karriere legen. Berufsberater Holger Köpper hat ein paar Tipps für euch.

Bewerbungen schreiben kann ganz schön anstrengend sein. Diese paar Unterlagen könnten schließlich den Grundstein für die Karriere legen. Holger Köpper, Berufsberater der Agentur für Arbeit, hilft euch, sicher durch den Bewerbungs-Dschungel zu finden.

Das Anschreiben

Aller Anfang ist schwer. Aber ist dieser erst mal geschafft, geht der Rest fast von ganz alleine. Das Anschreiben ist der Teil der Bewerbung, der am meisten über euch und eure Fähigkeiten aussagt. Um einen Überblick zu bekommen, könnt ihr euch Muster im Internet anschauen. Allerdings solltet ihr keine Anschreiben kopieren, das fällt auf und schließlich soll es ja allein um euch gehen. Zudem solltet ihr darauf achten, nicht einfach euren Lebenslauf als Text zu verarbeiten.

Inhaltlicher Aufbau

Einleitung: Der erste Satz sollte wie bei einem guten Buch die Aufmerksamkeit einfangen. Ist dieser nicht wirklich ansprechend, könnte der Leser nur noch mit halber Aufmerksamkeit über den Rest lesen. Deswegen solltet ihr auf Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich für...“ oder „Mit großem Interesse habe ich die Stellenausschreibung gelesen“ verzichten.

Ihr könnt direkt im ersten Satz eure Motivation und eure Fähigkeiten für genau diesen Job einbringen: „Da ich mich bereits seit... intensiv mit... beschäftige und schon einige Erfahrungen sammeln durfte, habe ich mich dazu entschlossen, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren“.

Hauptteil: Hier geht es um euren Bildungsweg und um eure Erfahrungen. Ihr könnt wichtige Erkenntnisse aus absolvierten Praktika oder Projekten darstellen. Außerdem ist es immer gut, soziales Engagement darzustellen.

Schluss: Am Schluss nehmt ihr Bezug zu dem Unternehmen oder der Hochschule. Beantwortet die Frage: Warum ausgerechnet dieser Job, beziehungsweise dieser Studienplatz an diesem Standort? Dazu solltet ihr euch vorher genaustens über den Arbeitgeber informieren.

Der Lebenslauf

Meistens verlangen Unternehmen einen tabellarischen Lebenslauf. Hier solltet ihr auf allmöglichen Schick-Schnack verzichten, es zählen nur die Fakten über euren Bildungsweg, euren Schulabschluss, bereits absolvierte Praktika, Nebenjobs oder längere Auslandsaufenthalte.

Deckblatt, Dritte Seite

Ein Deckblatt kann für einen guten ersten Eindruck sorgen. Auch hier könnt ihr euren Ideen Raum geben. Auf das Deckblatt gehören eure Kontaktdaten und ein Bewerbungsfoto. Einige Unternehmen und Hochschulen verlangen eine dritte Seite oder ein Motivationsschreiben. Hierbei gilt es, eure Fähigkeiten und eure Erfahrungen detailliert darzustellen und damit eine Verbindung zum Unternehmen, beziehungsweise zum Studienplatz oder zum Jobangebot herzustellen.

Tipps vom Experten

Holger Köpper, Berufsberater der Agentur für Arbeit Goslar-Braunschweig, erinnert an die Wichtigkeit der Individualisierung der jeweiligen Bewerbung. „Der Bewerber sollte sich vorher genaue Gedanken über seine Stärken und Interessen machen“, so Köpper. Auch Hobbys und Lieblingsfächer sollten im Lebenslauf genannt werden, weil diese noch einmal einen persönlichen Eindruck ermöglichen. „Wenn jemand zum Beispiel zehn Jahre im Verein ist, dann sollte er das auch nennen. Es zeigt, wie zielstrebig jemand ist.“ Zu viele Hobbys sollten aber nicht genannt werden. Das erwecke laut Köpper den Eindruck, der Bewerber fokussiere sich zu sehr auf seine Freizeit.

Der Berufsberater weist daraufhin, dass auch bei Onlinebewerbungen sorgfältig gearbeitet werden muss „Nicht einfach schnell was abschicken“, rät Köpper.


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