Montag, 07.06.2021, 19:00 Uhr

Nicht jede Plattform gewährleistet automatisch Käuferschutz

Weg von der Fast-Fashion: In den vergangenen Jahren hat der Second-Hand-Handel deutlich an Fahrt aufgenommen. Allein die Plattform „Vinted“ zählt mittlerweile über 45 Millionen Mitglieder. Foto: Unsplash

Weg von der Fast-Fashion: In den vergangenen Jahren hat der Second-Hand-Handel deutlich an Fahrt aufgenommen. Allein die Plattform „Vinted“ zählt mittlerweile über 45 Millionen Mitglieder. Foto: Unsplash

Weg von der Fast-Fashion: In den vergangenen Jahren hat der Second-Hand-Handel deutlich an Fahrt aufgenommen. Allein die Plattform „Vinted“ zählt mittlerweile über 45 Millionen Mitglieder. Foto: Unsplash

Weg von der Fast-Fashion: In den vergangenen Jahren hat der Second-Hand-Handel deutlich an Fahrt aufgenommen. Allein die Plattform „Vinted“ zählt mittlerweile über 45 Millionen Mitglieder. Foto: Unsplash

Augen auf beim Second-Hand-Kauf: Wer Transaktionen mit Privatleuten abschließt, läuft Gefahr, Opfer eines Betrugs zu werden. Um die Risiken zu minimieren, sollten Käufer beim Second-Hand-Shopping im Netz einige Dinge beachten. Auch Verkäufer sollten die Verkaufsbedingungen kennen.

Die Plattform „Kleiderkorb“ zählt eine Community von mehr als 240.000 Nutzerinnen und Nutzern, die gebrauchte Kleidung verkaufen, tauschen, kaufen oder verschenken wollen. Von Alltagsklamotte und Bademode über festliche Jumpsuits, Blazer und Abendkleider bis hin zu Umstandsmode und sogar Brautkleidern findet sich auf „Kleiderkorb“ alles, was das Second-Hand-Shopper-Herz begehrt.

Jeder Kauf wird über einen privaten Chat mit dem Verkäufer abgeschlossen. Die Zahlungsmethode ist grundsätzlich frei wählbar aber mit dem Verkäufer abzusprechen. Läuft etwas schief oder besteht sogar Verdacht auf Betrug, steht „Kleiderkorb“ seiner Community telefonisch und über E-Mail-Kontakt unterstützend zur Seite. Für missglückte Transaktion haftet das Unternehmen aber nicht. Absichern können sich Privatkäufer und -verkäufer mit einer Zahlung über Paypal.

Für mehr als 45 Millionen Nutzerinnen und Nutzer fällt die Wahl auf „Vinted“, wenn es darum geht, den Kleiderschrank auszumisten und aufzupeppen. Die Auswahl an Kleidung und vor allem an verschiedenen Marken ist entsprechend größer als auf anderen Plattformen.

„Vinted“ will sicheres Second-Hand-Shopping über ein eigenes Kaufsystem gewährleisten und bietet dazu die „Geldbeutel“-Option an: Haben sich Käufer und Verkäufer im privaten Chat auf einen Preis geeinigt, wird die Transaktion über eine frei wählbare Bezahlmethode abgeschlossen. Das Geld landet bei „Vinted“ und wandert erst dann in den virtuellen Geldbeutel des Verkäufers, wenn die Sendung vom Käufer als erhalten und „in Ordnung“ bestätigt wurde. Sobald das Geld im „Geldbeutel“ landet, kann es direkt zum Shoppen genutzt oder auf das Bankkonto überwiesen werden. Entspricht ein verkaufter Artikel nicht der Beschreibung oder kommt gar nicht erst an, erstattet „Vinted“ den vollen Kaufpreis. Verkäufer sind nur dann abgesichert, wenn sie Artikel versichert versenden. Das ist bei manchen Anbietern ein paar Euro teurer.

So vorteilhaft das System für Käufer ist, bei „Vinted“-Verkäufern findet es wenig bis gar keinen Anklang. Viele können oder wollen mit dem Porto nicht in Vorleistung gehen und fühlen sich außerdem vom Kundenservice im Stich gelassen. In Foren herrscht häufig die Meinung, „Vinted“ würde bei Beschwerdefällen grundsätzlich den Käufer in Schutz, die tatsächliche Sachlage hingegen aber kaum unter die Lupe nehme. Viele beklagen, auf Käufer gestoßen zu sein, denen Artikel scheinbar nicht gefielen, zu unrecht versuchten, Käufe zu unrecht rückgängig zu machen und am Ende für falsche Behauptungen Recht zugesprochen zu bekommen. Den Ärger sparen sich viele erfahrene „Vinted“-Nutzerinnen und -Nutzer lieber und verkaufen unabhängig von den Systemregelungen über Überweisung oder Paypal.

Wer über „Paypal“ zahlt, kann die gebührenpflichtige Variante „Geld senden für Waren und Dienstleistungen“ auswählen, um sich über den Paypal-Käuferschutz abzusichern. Auch Verkäufer sind über Paypal abgesichert, solange sie einen versicherten Versand inklusive Nachweis wählen und das Paket an die in den Paypal-Transaktionsdetails angegebene Versandadresse abschicken. Falls berechtigte Bestellungen nicht ankommen oder nicht mit der Angebotsbeschreibung übereinstimmen, kann Paypal den Preis zurückerstatten.

Mit dem Concierge-Service, den „Mädchenflohmarkt“ neben gewöhnlichen Privatverkäufen anbietet, muss man sich um fiese Maschen im Second-Hand-Shopping keine Gedanken mehr machen. Verkäufer senden ihre Kleidung an das Unternehmen, dieses prüft die Ware auf Qualität und Echtheit und inseriert es auch professionell. Der Service lohnt sich jedoch nur für teurere Kleidung, da auf jeden verkauften Artikel eine Provision von 40 Prozent oder mindestens 9,90 Euro anfällt. Dafür sparen Verkäufer Zeit und Käufer können sicher sein, dass genau das ankommt, was sie bestellen. Falls doch mal etwas sein sollte, steht der Support innerhalb von24 Stunden via E-Mail mit Rat und Tat zur Seite.däm


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