Montag, 25.04.2016, 14:28 Uhr

„Mit 20 ist das Leben am schönsten“

Erwachsene streiten sich darüber, wie wir sind, was wir denken, was unsere Interessen sind und was genau uns ausmacht. Aber wir selbst werden gar nicht erst gefragt. „Generation what“ soll das ändern.

In der Internet-Umfrage sollen Jugendliche selbst ihre Meinung zu unterschiedlichen Themen abgeben.

Jeder scheint zu wissen, wie die „Jugend von heute“ tickt. Da gibt es die Erziehungswissenschaftler, die meinen, dass Jugendliche Realität und Medienwelt nicht mehr auseinanderhalten können (Vergleich Jugendforscher Thomas Ziehe). Dann sind da die älteren Herrschaften, die fest davon überzeugt sind, dass die jungen Leute weniger leisten. Und natürlich die Eltern, die laut der Kinder- und Jugendtherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger lieber die Freunde ihrer Kinder sein wollen, als sie zu erziehen.

Wie sehen wir uns und unsere Generation? Durch die Medien schwirren Worte wie „Generation Z“, „Digital Natives“ oder auch „Smombies“ (Smartphone + Zombies), die uns am besten beschreiben sollen. Experten aus allen möglichen Sparten erfinden immer wieder neue mögliche Attribute, die die Rätselhaftigkeit der Jugend aufdecken sollen.

Erste Einblicke

Jetzt sind tatsächlich WIR gefragt. Europas größte Jugendstudie ist kürzlich gestartet und sie richtet sich nicht an ein paar ausgesuchte Personen, sondern an Jugendliche im Alter von 18 bis 34 Jahren aus ganz Europa. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit europäischer Fernsehsender durchgeführt.

In dieser Internet-Umfrage werden Teilnehmern insgesamt 149 Fragen gestellt, die sich auf die unterschiedlichsten Themen beziehen: Freunde, Familie, Beziehungen, Politik, Religion, Arbeit und noch viel mehr. Das Besondere an diesem Vorgehen ist, dass wir schon während der Beantwortung der Fragen einen Eindruck davon kriegen, wie andere Teilnehmer antworten. So beantworten rund 80 Prozent der 20-Jährigen die Frage, ob sie auch ohne den Glauben an einen Gott glücklich sein können, mit „Ja“.

44 Prozent der Befragten finden, dass das Bildungssystem eher nicht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Ein nahezu 50-50-Ergebnis gibt es bei folgender Aussage: „Mit 20 ist das Leben am Schönsten.“48 Prozent stimmen zu, 52 Prozent finden, das stimmt nicht.

Einem Austritt Deutschlands aus der EU stehen 82 Prozent entgegen. Beim Thema Sex gibt es verschiedene Einblicke: 43 Prozent interessieren sich nicht für Geschlechtsverkehr mit mehreren Personen und49 Prozent würden es gerne mal ausprobieren.

In der Umfrage werden die Teilnehmer zudem dazu aufgefordert, ein Wort einzugeben, das ihre Generation am besten beschreibt. So soll ein passendes Attribut für alle her.


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