Donnerstag, 16.09.2021, 08:10 Uhr

Leerstände in Goslar: Gewerbeflächen werden nicht genutzt

Leerstands-Managerin Skrollan Born zieht ein erstes Fazit: 34 leer stehende Immobilien in der Innenstadt wurden in der jüngsten Vergangenheit verkauft oder werden genutzt. Trotzdem gibt es immer noch einige Sorgenkinder.

Goslar. „Es gibt in den letzten zwei Jahren eine positive Entwicklung in der Innenstadt“, zieht die Leerstands-Managerin Skrollan Born ein erstes Fazit. Bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Lebensraum im Welterbe präsentierte sie einen aktuellen Zwischenstand ihrer Arbeit. Ziel des Leerstands-Managements sei es, das Laden- und Gewerbeflächenangebot für Goslar im Blick zu behalten und aktiv bei der Vermittlung zu helfen.

Derzeit wenige Anfragen

34 leer stehende Immobilien in der Innenstadt seien verkauft worden oder würden wieder genutzt. Bei 13 Räumlichkeiten sei eine Nachnutzung absehbar. Dagegen wurden 31 weitere Leerstände erfasst sowie 15 Laden- und Gewerbeflächen, die im aktuellen Zustand nicht nutzbar seien. Sorgenkinder sind die Bäringer Straße mit sieben, die Bergstraße und die Breite Straße mit je acht und die Frankenberger Straße mit vier nicht genutzten Gewerbe- oder Ladenflächen.

Laut Born gebe es derzeit wenige Anfragen nach Laden- oder Büroflächen, oder die Räumlichkeiten wären zu klein für Interessenten. Es würden größere Flächen gesucht.

Hinzu komme außerdem, dass viele Eigentümer kein Interesse an einer Vermietung oder einem Verkauf ihrer leer stehenden Läden hätten und auch nicht zu einer Zwischennutzung, zum Beispiel durch Projekte oder Pop-up-Stores, bereit wären. Einige Leerstände würden zudem trotz eines bestehenden Mietverhältnisses nicht genutzt.

Gewerbeneuansiedlung gehemmt

"Das Leerstands-Management ist aber nicht nur für die Goslarer Innenstadt zuständig, sondern für die gesamte Stadt", betont Born. Im weiteren Stadtgebiet gebe es derzeit zwar einerseits 43 Leerstände, anderseits könnte gleichzeitig eine große Nachfrage, insbesondere von ortsfremden Firmen und Unternehmen, nicht bedient werden. Es werde nach großen Flächen und Hallen gesucht, die auch von den Investoren angekauft werden könnten. Entsprechende Flächen oder Angebote gebe es derzeit aber nicht. Born sieht daher die Ausweisung neuer Gewerbeflächen als notwendig an.      


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