Dienstag, 09.11.2021, 08:01 Uhr

Kalender des Lions-Clubs Oberharz greift lokale Mythen auf

Künstlerin Tessa Funke, Schüler Merlin und Lions-Präsidentin Dagmar Daum (v. li.) präsentieren den neuen Kalender in der Grosse’schen Buchhandlung. Im Oktober geht es um die Sage „Der Rabe von Klaus thal“ (kleines Bild). Foto: Römhild

Wer beim Kalender des Lions-Clubs Oberharz genau hinschaut, sieht eine ganze Reihe von mythischen Figuren. Die Werke von Künstlerin Tessa Funke sind nicht nur schön anzugucken - ein Teil des Erlöses geht auch an einen guten Zweck. Mehr auf goslarsche.de

Clausthal-Zellerfeld. Im Gemälde „Harzer Sagen“ von Tessa Funke gibt es viel zu entdecken. Wer genau hinschaut, sieht Hexen, Zwerge oder Wassermänner, die sich in die Waldlandschaft einfügen. Ein Kalender des Lions-Clubs Oberharz bildet nicht nur das Gemälde, sondern auch diese Details ab: Jeden Monat steht eine andere Figur im Mittelpunkt. Der Erlös aus dem Kalenderverkauf soll einem Aufforstungsprogramm zugute kommen.

„Wir sehen doch alle, dass der Wald stirbt“, sagt Tessa Funke, die an der Robert-Koch-Schule (RKS) Kunst und Erdkunde unterrichtet. Ihr ist es ein Anliegen, selbst aktiv zu werden. Als Pädagogin schwebt ihr ein Projekt vor, bei dem auch Schülerinnen und Schüler einbezogen werden.

Die Kalender werden für 15 Euro verkauft. Jeweils 5 Euro fließen in das geplante Aufforstungsprojekt, bei dem der Lions-Club mit den Niedersächsischen Landesforsten, der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und der RKS zusammenarbeiten will. „Wir möchten Farbe in die Stadt bringen, zum Beispiel durch Laubbäume wie Haselnüsse.“ Die würden wiederum auch der Tierwelt zugute kommen. Die Bäume sollen von Schülerinnen und Schülern gepflanzt werden: „Die Kinder sollen den Wald selbst für sich entdecken.“ Das Projekt soll über mehrere Jahre laufen und damit auch nachhaltig wirken: „Es geht auch um die Pflege der gepflanzten Bäume“, erklärt Funke. Die RKS-Leitung habe signalisiert, dass dafür besondere „Pflanztage“ organisiert werden könnten.

Die Sagen, die auf den Kalenderblättern aufgegriffen werden, stammen aus einem Buch von 1893, erzählt Dagmar Daum, seit Juni Präsidentin der Oberharzer Lions. Derzeit werden die Sagen abgetippt. Sie sollen dann auf der Lions-Website zur Verfügung gestellt werden. „Wenn alles gut geht, können wir sie bei der Weihnachtsschicht im Bergwerksmuseum als kleines Heft anbieten.“ Geplant ist bei dem Weihnachtsmarkt auf dem Museums-Außengelände am ersten Adventswochenende auch eine Lesung der Sagen durch Ulrich Windaus.

Vor zwei Jahren hat der Lions-Club Oberharz schon mal einen Kalender für einen guten Zweck angeboten. Damals gingen die Einnahmen an ein Krankenhaus in Afrika. Der Kalender für 2022 ist ab sofort erhältlich in der Grosse‘schen Buchhandlung in Clausthal. Die erste Auflage umfasst 130 Stück, davon sind sechzig Exemplare bereits vorbestellt. Es empfiehlt sich also, schnell zu sein, ehe alle ausverkauft sind.

 

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