GZ-Spendenaktion: Halbe Million Euro im Blick

Kaputt, aber dennoch ist diese Brücke über die Ahr in Ahrweiler eine der wenigen, die noch begangenen werden kann.

Goslar/Ahrweiler. Ein stolzer Zwischenstand: Mehr als 422.000 Euro sind bei der GZ-Spendenaktion zugunsten der Hochwasseropfer eingegangen, die halbe Million ist in Reichweite. Ein Teilbetrag von 200.000 Euro ist inzwischen zur Soforthilfe in den Landkreis Ahrweiler ausgezahlt worden.

Die GZ-Spendenaktion läuft in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Goslar des Roten Kreuzes. DRK-Geschäftsführer Joachim Probst überwies die 200.000 Euro am Dienstagmorgen auf ein Soforthilfe-Konto des Landkreises Ahrweiler. Die Region in Rheinland-Pfalz war vor knapp drei Wochen besonders stark von der Hochwasserkatastrophe betroffen.

„Das ist eine grandiose Hilfeleistung, die vielen Betroffenen direkt helfen wird. Wir werden eine direkte Buchungsstelle einrichten, sodass Ihrem Wunsch entsprochen wird, dass diese Spende ausschließlich zur Unterstützung von Privatpersonen in Not verwendet wird“, erklärt Tino Hackenbruch, Sprecher des Landkreises Ahrweiler, gegenüber der Goslarschen Zeitung.

„Die Soforthilfe dient dazu, den durch das Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürgern kurzfristig Geld für lebensnotwendige Besorgungen zur Verfügung zu stellen“, schildert Hackenbruch. Auf Antrag erhalten Haushalte bis zwei Personen 1000 Euro, Haushalte mit mehr als zwei Personen jeweils 2000 Euro aus diesem Fonds. Gleiches gilt in Ahrweiler für besonders betroffene Gewerbetreibende und soziale Dienstleister. Das Geld der GZ-Spendenaktion wird indes ausschließlich für Privatpersonen ausgezahlt.

Über diese Verwendung hatten zuvor GZ-Verleger Klemens Karl Krause, DRK-Geschäftsführer Joachim Probst und der Goslarer Ehrenbürger Sigmar Gabriel beraten. Sie tragen Sorge, dass jeder Cent der Spender direkt Menschen zugute kommt, die besonders unter den Zerstörungen durch das Unwetter zu leiden haben.

In der kommenden Woche wird die GZ direkt aus dem Katastrophengebiet im Landkreis Ahrweiler berichten. Derweil läuft die Spendenaktion weiter, jeder Euro ist willkommen, allen Spenderinnen und Spendern gilt ein Riesendank.


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