Montag, 08.08.2016, 15:54 Uhr

Ein Wohlfühlort für jeden Sommerfan

Was gibt es Schöneres, als die heißen Sommertage im Freibad oder am Badesee zu verbringen? Aber zur Badesaison gehört noch mehr als Schwimmen und Planschen, nämlich die Freibadbesucher.

Wasserratten

„N-n-nein, i-i-ich m-muss n-noch nicht raus“, dieser Satz kommt allen Wasserratten über die blauen Lippen. Trotz Schlottern und verschrumpelter Finger bleiben sie bis zum Schluss im Pool. Auch das schwindende Gefühl in den Gliedmaßen kann daran nichts ändern. Schließlich ist der Sommer zum Baden da.

Baywatch-Begeisterte

Noch schnell knallroten Bikini und Badehose anziehen, die leuchtende Rettungsboje unter den Arm geklemmt und es kann losgehen. Ein bisschen David Hasselhoff geht für die Baywatch-Begeisterten doch immer, auch wenn die Szenerie in einem Dorf-Freibad vielleicht nicht ganz dem Strand von Malibu gleicht. Den treu gebliebenen Fans reicht das.

Brutzler

Die Grillsaison hat für die Brutzler nur wenig mit Essen, sondern eher mit dem eigenen Fleisch zu tun. „Willst du dich nicht mal mit Sonnencreme einreiben?“ Wer diesen Satz hört, der weiß: Es ist eigentlich schon zu spät. Nicht so die Brutzler, die die Sonne anbeten und stetig an ihrer Bräune arbeiten. Wörter wie „Sonnencreme“ oder „Schatten“ gehören nicht zu ihrem Wortschatz. Erst, wenn sie anfangen zu qualmen, nehmen sie ein Schattenplatz ein – oder wenden sich auf die andere Seite.

Turmspringer

Der Körper ist schon übersät mit blauen Flecken und roten Stellen – von Sprüngen, deren Landung nicht ganz sauber war. Und trotzdem stehen die Hobby-Turmspringer als Erste am Sprungbrett. Dabei zeigen sie, was sie sich über die Badesaison beigebracht haben: Saltos, Handstände, und Bauchklatscher, die allerdings ungewollt waren. Die Hobby-Springer versetzen die anderen Gäste gerne ins Staunen – oder sorgen für Kopfschütteln.

Hobby-Bademeister

Bademeister ist doch wohl der beste Beruf, den es gibt. Nur in der Sonne sitzen und Kinder mit Hinweisen wie „Nicht vom Beckenrand springen“ oder „Keine Pommes mit ins Wasser nehmen“ anschreien – herrlich. Unangenehm wird es, wenn noch andere mitmischen. Da haben wir uns gerade nur ein bisschen schneller bewegt und schon grölt der Hobby-Bademeister von seiner Decke: „Nicht rennen!“ Und wenn wir unsere Pommes doch mal heimlich am Whirlpool genießen wollen, wird das vom inoffiziellen Stellvertreter direkt gemeldet.

Spielkälber

Kaum liegen wir auf unserem Handtuch, um endlich zu entspannen, meldet sich das Spielkalb zu Wort: „Komm, wir gehen eine Runde Wasserball spielen.“ Wenn es bloß bei einer Runde bleiben würde, aber danach folgen noch Volleyball, Wettschwimmen und -springen. Auch beim Relaxen braucht dieser Typ eine Beschäftigung, etwa mit „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder Brett- und Kartenspielen.

Organisierte

Wer plant, der gewinnt. Das ist das Motto der organisierten Freibad-Besucher, die nichts dem Zufall überlassen. Ohne vollgepackte Kühltasche verlassen sie nicht das Haus. Vor Ort punkten sie mit Obst, Snacks und kühlen Getränken. Mit Strandmuscheln und Sonnenschirmen wird ein komplettes Lager errichtet.

Wasserallergiker

Dann gibt es noch die, die das Wasser meiden. Sie gehen ins Freibad oder an einen See, um – ja warum eigentlich? Jedenfalls nicht, um ins Wasser zu gehen. Schließlich ist das nass und kalt.


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