Montag, 11.07.2016, 16:41 Uhr

Deutsch-Sprachkurs für Jugendliche

In fünf Klassen verbessern die Jungen und Mädchen ihre Deutschkenntnisse. Fotos: Klaeden

„Deutschland ist überraschend. Die Architektur und die Straßen sind ganz anders als in China. Der Unterricht hat mehr Aktivitäten“, berichtet Jutta Zhang (16) aus China.

Eva Kurtysh (16) aus Russland hat schon Pläne: „Ich mache den Sprachkurs, um später Medizin in Heidelberg zu studieren. Das will ich schon, seit ich ein Kind bin.“

„Ich muss an meiner Schule in Deutsch eine Prüfung ablegen. Dafür lerne ich hier. Die Freizeitangebote machen großen Spaß“, erzählt Luca Corazza (17) aus der Schweiz.

„Ich war schon zwei Mal in Deutschland im Urlaub. Ich mag es hier und möchte auch hier studieren“, berichtet die 15-jährige Naomi Villamizar aus Kolumbien.

„Ich liebe Deutschland und die Sprache. Es ist viel leichter zu lernen als Französisch und es macht Spaß“, sagt die 15-jährige Draga Patrovic aus Serbien.

Goslar. Das Bildungshaus Zeppelin ist bis unter das Dach gefüllt:74 Jungen und Mädchen aus 25 verschiedenen Ländern sind dort derzeit zu Gast. Sie alle haben ein Ziel: Deutsch lernen.

Die einen wollen ihre Fähigkeiten verbessern, die anderen haben erst kürzlich ihre Freude an der deutschen Sprache entdeckt. Das Goethe-Institut organisiert bereits das vierte Mal in Folge einen Intensivkurs in Goslar für 14- bis 17-Jährige aus aller Welt. Dabei übernimmt Anke Radke die Kursleitung. Während ein normaler Sprachkurs meist nur vormittags abgehalten wird, lernen die Jungen und Mädchen hier auch nachmittags. Insgesamt 90 Stunden arbeiten die Schüler an ihren Deutschkenntnissen.

Trotzdem ist noch genügend Zeit für Freizeitgestaltung. Am vergangenen Samstag, am Ausflugstag, reisten zum Beispiel alle gemeinsam in die Landeshauptstadt. „Das Brandenburger Tor war sehr beeindruckend“, berichtet die 16-jährige Russin Eva Kurtysh.

Auch an Sportprogrammen und Aktivitäten rund um Goslar fehlt es nicht. Die Besichtigung der Goslarer Altstadt und des Rammelsberges steht auf dem Plan. Sonntags haben alle frei und dürfen ihren Tag selbst planen. Die meisten entscheiden sich aber für Ausschlafen und ein spätes Frühstück. Fünf Lehrer gestalten mit der Unterstützung von sechs Betreuern den Unterricht. Noch bis zum 23. Juli sind die Jugendlichen zu Gast in der Kaiserstadt.


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