Mittwoch, 14.03.2018

Zeitreise zwischen Fantasie und Realität

Leserbrief

Goslar. Von der Klauskapelle ins Zeitschiff Unicorn: Auf eine solche Fantasiereise lud am Dienstagabend der Captain und Radiofunker Mr. Crocodile seine rund 50 Passagiere. Was folgte, war ein Abenteuer zwischen Zeit und Raum. Die faszinierten jungen und älteren Hörer lauschten der Geschichte im Dunkeln.

Hörkino

Mit dem Kino für die Ohren hielt der Autor und Produzent Martin Bolik seine Mitreisenden auf der Flucht nach Pepperland 80 Minuten lang in erwartungsfroher Spannung. In einem gelungenen Mix aus Livekommunikation und Hörbucheinblendungen entstand die Erzählung um den Jungen Kire aus Bessarabien mit der Großmutter Aischa, die gern „La Paloma“ hört.

Zu Beginn einer Flucht versammelten sich alle Flüchtlinge in Pommerellen, das irgendwo zwischen Polen und Pommern liegen mag. Bolik erzählte mitreißend und wurde von seinen Assistenten, Erik mit der Trommel und Sprecher Huck am Keyboard, stimmig begleitet.

Authentische Geräusche

Auf der Flucht über das Meer erinnerten authentische Geräusche an schreckliche Unglücke der vergangenen Jahre auf dem Mittelmeer und in einem Zeitsprung ins Jahr 1945 an die Gustloff-Katastrophe auf der Ostsee. Doch man wollte in den Harz. Ein Mitspieler aus dem Publikum klagte kraftvoll an: „Ich bin diese ewigen Bomben, den Krieg und das Elend leid, das soll aufhören“. Ein anderer bekräftigte: „Wir wollen in den Harz“.

Und dort kamen nach langer Odyssee die Freunde Kire, Huck und Paulina auch glücklich an. Der sprechende Baum bestätigte, dass der Harz-Tourismus dabei geholfen hatte. Doch auch andere aus dem Harzraum waren intensiv beteiligt. Dank der Förderung des Lions-Club Goslar Kaiserpfalz und der Hildegard-Reißdorff-Stiftung konnten Goslarer Kinder und Jugendliche und afghanische Jugendliche aus derzeitigen Kriegsgebieten in dieses Projekt integriert werden. Im Hörspiel, das als Hörbuch erhältlich ist, sprechen bekannte Größen wie etwa Heinz Hoenig. In der Klauskapelle kam der Stadionsprecher von Eintracht Braunschweig, Stefan Lindstedt, eindrucksvoll zu Gehör. Langer Beifall belohnte die Darsteller für eine beeindruckende Zeitreise zwischen Fantasie und Realität.







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