Montag, 11.02.2019

Mittwoch ist Tag der Internet-Freunde: Kennenlernen in der virtuellen Welt

Leserbrief

Goslar. Freundschaften entstehen längst nicht mehr nur in der Schule, der Uni oder dem Sportverein, sondern auch online über soziale Medien und Videospiele. Am Mittwoch feiert das Netz darum den Tag der Internet-Freunde. Die GZ hat sich in der Stadt umgehört und herausgefunden: Auch Goslar ist gut vernetzt.

Antonia Watzdorfer
„Ich denke schon, dass da richtige Freundschaften entstehen können“, sagt Antonia Watzdorfer aus Goslar. Die16-Jährige habe in ihrem Freundeskreis schon viele positive Erfahrungen mit Internetfreundschaften erlebt. Der gleichen Meinung sind die meisten Goslarer Jugendlichen: Auch im Internet könnten sich Menschen treffen, die sich gut verstehen und später Freunde werden. Joana Dornieden ist allerdings skeptischer: „Wer nur miteinander schreibt, kann sich zwar gut verstehen. Irgendwann muss man sich dann aber auch sehen.“ Selbst habe die 18-Jährige noch nie eine reine Internetfreundschaft gehabt.

Aus Internetfreundschaften werden echte Freundschaften

Anders sieht es bei Lars Crone aus Haverlah bei Salzgitter aus: Der 18-Jährige hat mehrere Freunde bei Videospielen wie „League of Legends“ oder „Grand Theft Auto“ kennengelernt. Wenn er über längere Zeit mit anderen Nutzern aus dem Spiel Kontakt gehabt habe, dann habe er sich auch schon mit ihnen getroffen. Dann könne aus der Internetfreundschaft eine echte Freundschaft werden.

Sandra Wenning und Jason Oppermann

Es geht sogar noch weiter: Nicht nur Freunde können sich im Internet finden, sondern auch Paare. Sandra Wenning und Jason Oppermann haben sich über die App „Random Chat“ kennengelernt, die Nutzer einem zufälligen Gesprächspartner zuordnet. „Wir haben letztes Jahr im August zum ersten Mal miteinander geschrieben und uns im Oktober getroffen“, sagt Sandra Wenning. Die beiden seien gerade in Salzgitter zusammengezogen.

Über Instagram kennengelernt

Amer Aidy
Von einem ähnlichen Beispiel erzählt Amer Aidy: „Freunde von mir haben sich über Instagram kennengelernt und dann geheiratet“, sagt der 21-Jährige. Er mache sich wenig Sorgen zu Internetfreundschaften. „Wenn man sich dann trifft, entscheidet sich eben, ob es passt“, sagt der Goslarer.

Aber trotz der vielen Möglichkeiten sehen die meisten Befragten auch Gefahren im Netz: „Ein anderer könnte sich als jemand aus unserem Alter ausgeben“, sagt Antonia Watzdorfer. Das weiß auch Jason Oppermann: Es sei einfach, ein falsches Profil zu erstellen, sagt der 23-jährige Informatiker. Auch seine Partnerin habe viel darüber nachgedacht, erzählt die 24-Jährige. Auch ihre Mutter habe sich Sorgen gemacht, als sie Jason zum ersten Mal sehen wollte, sagt Sandra Wenning.

Deshalb sei es wichtig, einen öffentlichen Ort als Treffpunkt auszusuchen. „Wir haben uns dann am Bahnhof verabredet, natürlich nicht sofort bei ihm zu Hause.“ Egal, ob Freunde oder Partner: Immer mehr Menschen knüpfen Kontakte über das Internet. Morgen können wohl auch viele Goslarer den 13. Februar mit virtuellen Freunden feiern.








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