Mittwoch, 13.09.2017

Eine gigantische Spendenaktion endet

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Goslar. Es ist wohl eine der größten Spendenaktionen, die je im Landkreis Goslar stattfand. Aber das große Hochwasser vom 26. Juli hat Millionenschäden verursacht, die alles bisher Denkbare in den Schatten stellen. Schäden, die in vielen Fällen nicht durch Versicherungen gedeckt sind. Und es wurden mit dem Herzen große Summen gespendet: Insgesamt standen zu Wochenbeginn 762.831,75 Euro auf dem Konto des Landkreises.

Weiteres Geld fließt noch zu, so dass die Spendenaktion, wenn sie am kommenden Sonntag beendet wird, rund 800.000 Euro erbrachte. Aufgerufen hatte dazu die Goslarsche Zeitung zusammen mit dem Landkreis, allen Landkreis-Kommunen, der Bürgerstiftung, der Bad-Harzburg-Stiftung und der Diakonie. Dank der selbstlosen Unterstützung durch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Vereine und Institutionen stand schnell viel Geld zur Verfügung.

Schnell und unbürokratisch

So konnten bereits vor Wochen Soforthilfen ausgezahlt werden, um den Opfern schnell und unbürokratisch zu helfen, die größte Not zu lindern. Allein dafür reichten die Mitarbeiter des Landkreises in den letzten Wochen 242.435 Euro aus.

Voraussetzung dafür war ein Antrag auf Soforthilfe. 484 Anträge gingen ein, 460 Anträge wurden berücksichtigt. Ebenso beurteilte das Team im Landratsamt die Härtefälle, die je nach Schwere der Schäden beziehungsweise Bedürftigkeit der Flutopfer in drei Kategorien eingeteilt wurden.

So werden ab Montag 520.396,75 Euro an 103 Flutopfer ausbezahlt, die große materielle Schäden nachweisen konnten. 25 Bezieher bekommen 1000 Euro, 48 weitere 5000 Euro und 30 Antragsteller erhalten 10.000 Euro. Voraussetzung ist in allen Fällen ein nachgewiesener großer Schaden an Haus oder Einrichtung, den keine Versicherung trägt und/oder der Nachweis einer sozialen Härte.

Rhüden hart betroffen

Am härtesten hat es Rhüden getroffen. Allein im Raum Seesen werden 61 Härtefälle mit dem Spendengeld bedacht. Zum Vergleich: In Goslar sind es 15 Härtefälle, in Bad Harzburg 8, in Clausthal 7 und in Langelsheim 12.

Gleichwohl wurde eine kleine Restsumme zurückbehalten, um bei zuvor nicht absehbaren Härten noch helfen zu können. Die Vertreter der Kommunen, der Stiftungen, der Kirche und der Goslarschen Zeitung hatten zu Wochenbeginn in einer Sitzung im Landratsamt den Vergaben zugestimmt und beschlossen, mit dem Wochenende die Spendenaktion ausklingen zu lassen. Denn nun soll weitere Hilfe folgen: Das Land wird seinerseits versprochene Mittel zur Verfügung stellen. 



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