Samstag, 13.01.2018

Deutscher Finanzinvestor kauft Hasseröder Brauerei

Leserbrief

Die Hasseröder Brauerei soll nach übereinstimmenden Medienberichten einen neuen Besitzer haben. Ein Finanzinvestor aus Deutschland soll das Unternehmen übernommen haben. 

Der Name des Investors wird allerdings noch als "top secret" gehandelt. Gelüftet werden soll der Schleier demnach in der kommenden Woche, nachdem zuvor die Belegschaft im Detail informiert werden solle. So berichten mehrere Medien, meist unter Berufung auf die "Magdeburger Volksstimme".

Schon im Juni vergangenen Jahres hatte die GZ über die Verkaufsabsichten des weltgrößten Braukonzerns AB-Inbev berichtet. Der Brau-Gigant  fusioniert mit der Nummer 2 der Branche, SABMiller. Das Deutschland-Geschäft sollte in diesem Zug neu geordnet werden, die Traditionsmarken Hasseröder und Diebels wurden früh als potenzielle Verkaufskandidaten gehandelt. Es ist nach allen früheren Erklärungen der Anheuser Busch-InBev davon auszugehen, dass bei große Marken als "Bundle" verkauft worden sind. Entsprechend hatte auch die "Rheinische Post" über einen anstehenden Verkauf berichtet.

Hasseröder ist Deutschlands fünftgrößte Biermarke und betreibt in Wernigerode mit 260 Mitarbeitern einen der modernsten Brauerei-Standorte Europas. Das Haus mit seiner 145-jährigen Tradition ist nach eigenen Angaben in den neuen Bundesländern mit 12 Prozent Marktanteil führend. Allerdings leidet die Brauerei deutlich unter den Rabattaktionen des Einzelhandels. Zu großen Teilen wurden die Biere zuletzt über Angebote verkauft - vor allem im Pilssegment, dem Hauptprodukt der Marke. Die Brauerei konnte sich nach eigenen Angaben nach mehreren Wachstumsjahren dem allgemeinen Trend des sinkenden Bierabsatzes nicht mehr entziehen. Im Jahr 2016 verkaufte die Brauerei nach eigenen Angaben 2,1 Millionen Hektoliter Bier. Vier Jahre zuvor waren es noch 2,4 Millionen.  




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