Freitag, 07.07.2017

Den Hotspot immer direkt vor der Nase

Leserbrief

Fast jeder fürchtet die Nachricht seines Netzanbieters, die irgendwann jeden von uns erreicht: „Lieber Kunde, ihr Datenvolumen für den Monat ist aufgebraucht...“ Kaum hat man einmal zu viel gestreamt, ein bisschen zu lange in den Sozialen Medien abgehangen oder vergessen, zu Hause das WLAN wieder anzuschalten, schon ist das schnelle Surfen mit Smartphone erst einmal Geschichte, jedenfalls für einige Tage.

Offene Netze markiert

Teurere Verträge mit einem größeren Datenvolumen oder zusätzliche Internetpässe sind die Alternative, die uns die Netzanbieter gerne verkaufen wollen. Auf die Dauer würde das allerdings ganz schön an unserem Budget kratzen. Facebook weiß, dass seine Nutzer auf hohe Up- und Downloadgeschwindigkeiten angewiesen sind, um in dem sozialen Netzwerk immer „up to date“ zu bleiben.

Deswegen hat die App auf dem Smartphone jetzt eine neue Funktion, die den Nutzern eine stabile und schnelle Verbindung sichern soll: Neuerdings können über die mobile Anwendung offene Hotspots im näheren Umkreis gesucht werden.

In den vergangenen Jahren wurde die Funktion laut Facebook schon in verschiedenen Ländern getestet. Seit einigen Tagen ist sie weltweit offiziell in den Anwendungen sowohl unter Android als auch unter iOS enthalten.

Unter den internen Apps im Menü können Nutzer neuerdings den Punkt „WLAN finden“ auswählen. Dadurch werden freie Hotspots in der Nähe angezeigt, mit denen wir uns verbinden können. Gerade jetzt in der Urlaubszeit ist die Funktion natürlich praktisch: In einer fremden Stadt oder einem anderen Land fehlt es Touristen normalerweise an WLAN-Verbindungen, wenn sie nicht im Hotelzimmer inklusive sind. Allerdings finden wir mit der App auch in Goslar verschiedene offene Hotspots, die wir theoretisch nutzen können.

Standort übermitteln

Wie üblich bei Facebook geht das allerdings nicht, ohne ein paar persönliche Daten preiszugeben. In diesem Fall ist es der Standort: Da für die Funktion natürlich die GPS-Ortung aktiviert werden muss, weiß Facebook genau, wo man sich gerade befindet.

Dank der wechselnden Verbindung zu den unterschiedlichen Netzen kann das Unternehmen geradezu unsere Schritte verfolgen. Genutzt werden die Daten, um dem User Werbung zu zeigen, die genau auf ihn zugeschnitten ist. Wer das nicht will, sollte die Suchfunktion ausschalten, sobald er sie nicht mehr benötigt.

Experten raten Nutzern bei öffentlichen WLAN-Netzwerken allerdings ohnehin zur Vorsicht: Die Hotspots sind nicht immer gut gesichert. Im Gegensatz zum heimischen Netz, auf das dank der Verschlüsselungen nur autorisierte Nutzer Zugriff haben, sind wir im Hotspot nicht allein unterwegs.

Es besteht also das Risiko, dass Dritte die eigenen Daten lesen können. Sensible und persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Passwörter oder andere Zugangsdaten sollten erst wieder vom Smartphone aus eingegeben werden, wenn wir über ein gesichertes Netzwerk surfen, wie wir es beispielsweise zu Hause haben.








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