Donnerstag, 28.05.2020

Corona-Studie mit Asklepios-Daten

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Goslar/Seesen. Die Asklepios Kliniken führen derzeit eine detaillierte epidemiologische Beobachtungsstudie zur Covid-19-Infektion durch. Dabei können die Forscher bereits jetzt auf die Infektionshistorie von über 500 Corona-Patienten zurückgreifen.

Bundesweite Datenerhebung

Aus fast 50 Asklepios-Krankenhäusern deutschlandweit fließen regulär erhobene Basisdaten ein – auch aus den Asklepios Kliniken der Region Harz, unter anderem aus Goslar und den Kliniken Schildautal in Seesen. Hinzu kommen aus acht schwerpunktmäßigen Kliniken, sieben Maximalversorgern in Hamburg und der Schwerpunktklinik München-Gauting detaillierte Informationen über Verlauf und Schwere der Erkrankung. Alle Daten werden anonymisiert ausgewertet.

In der Studie werden das Fortschreiten der Erkrankung ebenso erfasst wie Alter, Geschlecht, Grunderkrankungen, Medikation, die Form und das Ergebnis der Behandlung. Zusätzlich werden auch diagnostische Befunde wie CT, Röntgen, Laborwerte und Maßnahmen der intensivmedizinischen Behandlung aufgenommen.

Erste Ergebnisse im Juli erwartet

Prof. Mark Obermann
„Wir freuen uns, dieses umfangreiche Forschungsprojekt unterstützen zu können“, sagen die beiden ärztlichen Direktoren, Professor Jörn Heine von den Harzkliniken und Professor Mark Obermann von den Kliniken Schildautal in einer gemeinsamen Erklärung. „Auch wir hatten Covid-19-Patienten und wollen dazu beitragen, die Infektionen besser verstehen zu können. In den vergangenen Wochen hat es eine Vielzahl von zum Teil überraschenden Beobachtungen gegeben, und auch wir wollen mit unseren Auswertungen, die auf Routinedaten beruhen, helfen, besondere Risikokonstellationen herauszufinden.“

Prof. Jörn Heine
Weil eine ganze Reihe von Kliniken beteiligt ist, lassen sich die Daten von verhältnismäßig vielen Patienten erfassen, dadurch gewinnen die Ergebnisse an Aussagekraft. Die Beobachtungsstudie, durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Asklepios Medical School, wird von „Asklepios proresearch“ geleitet, dem Unternehmensbereich, der Forschungsprojekte in den Kliniken koordiniert. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli erwartet.









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