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Mit Viehaustrieb

GZ Plus IconOberharzer Bergwiesen stehen bei diesem Fest im Mittelpunkt

Mitten durch St. Andreasberg wird das Vieh beim Wiesenblütenhoffest geführt.

Mitten durch St. Andreasberg wird das Vieh beim Wiesenblütenhoffest geführt. Foto: Jung

Die Mischung stimmte einfach: Den Verantwortlichen um BTMG-Geschäftsführerin Cathleen Hensel ist wieder ein tolles Wiesenblütenhoffest gelungen. Vor allem am Sonntag haben auf der Kuppe auf dem Neigenfindt-Hof viele Menschen gefeiert.

Von Volker Jung Mittwoch, 04.06.2025, 17:00 Uhr

St. Andreasberg. Die Bergstadt hat wieder einen Gemeindehirten: Der Braunlager Bürgermeister Wolfgang Langer überreichte Andreas Neigenfindt beim Wiesenblütenhoffest die entsprechende Urkunde und den Hüte-Groschen. Hunderte von Besuchern feierten auf dem Hof der Neigenfindts ein tolles Fest, das wieder von der Braunlage-Tourismus-Marketing-Gesellschaft (BTMG) veranstaltet worden ist.

Immer dem Trecker und dem Unimog hinterher: Die Besucher finden das Wiesenblütenhoffest auf dem Hof bei Neigenfindt leicht.

Immer dem Trecker und dem Unimog hinterher: Die Besucher finden das Wiesenblütenhoffest auf dem Hof bei Neigenfindt leicht. Foto: Jung

Bereits am Samstag ist das Fest mit der Wiesenblüten-Ausstellung im Kurhaus St. Andreasberg eröffnet worden. Jochen und Andreas Klähn hatten viele Fotos aus alter Zeit zusammengetragen, die von der Blüte der Harzer Höhenviehhaltung im Harz berichten.

Nicht so steil diesmal

Von vielen Einheimischen und Gästen bestaunt, begann das Fest dann am Sonntag traditionell mit dem Austrieb des Harzer Höhenviehs durch die Bergstadt. Neu in diesem Jahr war der Start vom Glockenberg. So sparten sich die Hirten den brutalen Aufstieg über die Breite Straße. In diesem Jahr verstärkten die Pferde des Bauernhofs der Familie Herberger aus Wildemann den Austrieb.

Auf dem Neigenfindt-Hof herrscht ein dichtes Gedränge.

Auf dem Neigenfindt-Hof herrscht ein dichtes Gedränge. Foto: Jung

Mit dabei waren auch Traktoroldtimer, der Heimatbund, die Kiepenfrauen, die Mitglieder des Harzklub-Zweigvereins St. Andreasberg und Bürgermeister Wolfgang Langer mit der frisch gewählten Maikönigin Lilli Ruppelt. Der Tross, angeführt vom Harzer Rotvieh, schlängelte sich über die Schützenstraße hinauf zum Bauernhof der Familie Neigenfindt. Hunderte Zuschauer folgten mit der Blasmusikbegleitung des Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins unter Leitung von Karl-Heinz Plosteiner.
Beim Auftritt der Brauchtumsgruppe des Barkamtes Annerschbarrich im Heimatbund Ewerharz wird sogar Holz gehackt.

Beim Auftritt der Brauchtumsgruppe des Barkamtes Annerschbarrich im Heimatbund Ewerharz wird sogar Holz gehackt. Foto: Jung

BTMG-Geschäftsführerin Cathleen Hensel eröffnete das Fest offiziell. Ortsvorsteher Karl-Heinz Plosteiner wies auf die „wunderschönen Bergwiesen“ hin, die auch der früheren Weidehaltung zu verdanken seien. Nach einem Ständchen vom Heimatbund führte der Bürgermeister weiter aus: „Herr Neigenfindt ist auf Empfehlung der Hirtengemeinschaft und auf Beschluss des Rats zum Gemeindehirten bestellt worden.“

Musikalische Unterhaltung

Ebenfalls noch zum offiziellen Programm gehörten die Viehsegnung in einer ökumenischen Andacht in der Scheune. Draußen, auf der Freifläche des Hofs, gab es Stände mit Süßigkeiten, Wurst- und Käsewaren sowie Getränke und Grillgut.

Bürgermeister Wolfgang Langer (Mitte rechts) überreicht dem Hirten Andreas Neigenfindt (Mitte links) Urkunde und Hüte-Groschen.

Bürgermeister Wolfgang Langer (Mitte rechts) überreicht dem Hirten Andreas Neigenfindt (Mitte links) Urkunde und Hüte-Groschen. Foto: Jung

Für die Kinder waren die Hüpfburg, Kinderschminken und das Klöppeln von Armbändern der Anziehungspunkt. Die Harz-SAR-Rettungshundestaffel zeigte, was ihre Retter auf vier Pfoten mit ihren fantastischen Nasen leisten können. Drinnen in der Scheune präsentierten sich neben einer Kaffeetafel, mit selbst gebackenem Kuchen vom Heimatbund, handwerkliche Stände mit Schmuck, Hirschhornschnitzereien und vielem mehr.

Bei einem Melk-Wettbewerb traten die Hirten gegen die Kiepenfrauen an. Ein Heuballenweitwurf stand ebenso auf dem Programm. Wer mochte, konnte an der Wanderung über die Bergwiesen unter Führung des Harzklub-Zweigvereins St. Andreasberg teilnehmen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Heimatgruppe des Barkamts Annerschbarrich, die Blaskapelle des Waldarbeiter-Instrumental-Musikvereins und das Trio Harzwald.

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