Donnerstag, 23.05.2019

Seesen wählt das Stadtoberhaupt

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Seesen. Sonntag steht die Sehusa-Stadt nicht nur im Zeichen der Europawahl – genau 16.257 Seesenerinnen und Seesener sind auch zur Bürgermeisterwahl aufgerufen, darunter sind 289 Erstwähler, teilt die Stadt mit. Erik Homann, der Amtsinhaber, der seit 2011 den Chefsessel im Seesener Rathaus inne hat und weiter machen will, wird von der CDU ins Rennen geschickt. Herausforderin ist Andrea Melone, Fraktionschefin der SPD im Stadtrat, die die Sozialdemokraten nominiert haben.

Seesen bietet damit am Sonntag sozusagen Spiel, Spaß und Spannung. Ersteres vor allem während des Stadtfestes am Nachmittag, am Abend, wenn die Stimmen ausgezählt werden, kommt die Spannung hinzu. Dann wird sich zeigen, ob der 42-jährige Homann gut gelaunt seinem Hobby Programmieren nachgehen kann, er gestaltete zum Wahlkampf seine Homepage selbst, um auf der Seite seinen Wahlsieg zu vermelden. Oder die 50-jährige Melone, bekennender Tatort-Fan, die sonst gerne an einem Sonntagabend einen anderen Termin im Ersten hat, stellt fest, dass so ein Wahlabend viel spannender und freudiger ist – vor allem, sollte man in der Gunst der Wähler vorne liegen. Mit einem Ergebnis der Bürgermeisterwahl rechnet der Gemeindewahlleiter, wenn alles glatt geht, erst gegen 20Uhr – zuerst wird nämlich die Europawahl ausgezählt.

22 Wahllokale im Stadtgebiet

Einen ersten Trend könnten Bilderlahe und Mechtshausen liefern, so die Stadtverwaltung. Aus diesen beiden Orten lagen in der Vergangenheit häufig die Ergebnisse zuerst vor. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet 22 Wahllokale. Übrigens liegt der Anteil der Briefwähler bereits jetzt viel höher als bei der vergangenen Bürgermeisterwahl 2011. „Wir hatten bis zum Mittwoch schon 1500 Briefwähler – 2011 waren es 1380“, erklärt Stadtsprecherin Bea Kühne auf GZ-Anfrage.

Bei der Bürgermeisterwahl am 11.September 2011 hatten die Seesener Homann mit 63,6 Prozent der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,2 Prozent. Damals wurde er für acht Jahre gewählt, trat er sein Amt am 1. November 2011 an. Die neue Amtsperiode wird kürzer sein. Aufgrund der vom Land Niedersachsen angestoßenen Harmonisierung der Wahltermine von Hauptverwaltungsbeamten und Räten wird die Amtszeit in sieben Jahren, also 2026 enden, wenn die übernächste Kommunalwahl ansteht.

Besondere Bedeutung erlangt die Bürgermeisterwahl auch dadurch, weil sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat ändern könnten. Die Gruppe aus CDU und FDP kommt im Rat auf zusammen 16 Sitze – genauso viele wie SPD, Grüne und Linke haben. Nur durch die Stimme des Verwaltungschefs Homann, qua Amt Mitglied des Rates, hat die Gruppe CDU/FDP eine politische Mehrheit im Gremium.








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