Mittwoch, 05.08.2020

Harzwasserwerke rufen zu sorgsamem Wasserverbrauch auf

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Die von den HWW in regelmäßigen Abständen wiederholten Warn- und Horrormeldungen dieser Art dienen doch nur einem Ziel: Die Harzer*innen mental darauf (...)

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Harz. Die Harzwasserwerke haben dazu aufgerufen, sorgsam mit Wasser umzugehen. Grund dafür sind die „eher trockenen Verhältnisse“ nach den heißen Sommern in den vergangenen beiden Jahren und dem wenigen Regen in den letzten Wochen, erklärt Pressesprecher Norman Droste. Insgesamt seien die Talsperren zu knapp mehr als 50 Prozent gefüllt. 

Die Trinkwassersperren im Harz, Grane-, Söse- und Eckertalsperre, würden mit durchschnittlich 64 Prozent relativ hohe Werte erreichen. Die Werte hinken allerdings laut Droste im langfristigen Vergleich zum durchschnittlichen Füllungsgrad der vergangenen 30 Jahre, der bei rund75 Prozent lag, etwas hinterher. „Der Klimawandel macht sich bemerkbar“, sagte Droste. Die Versorgung mit Trinkwasser sei allerdings gegenwärtig gesichert. Jedoch sinken die Pegelstände den Angaben zufolge weiter. 








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henning wehrmann schrieb am 07.08.2020 13:19

Die von den HWW in regelmäßigen Abständen wiederholten Warn- und Horrormeldungen dieser Art dienen doch nur einem Ziel: Die Harzer*innen mental darauf einzustimmen, dass weitere natürliche Bachtäler durch den Bau zusätzlicher Talsperren verschandelt und zerstört werden sollen. Es ist zu kurz gesprungen, immer alles auf den Klimawandel abzuschieben. Ein wichtiger Grund für die niedrigen Pegelstände ist auch die rein auf Profitmaximierung ausgerichtete Geschäftspolitik der HWW. Immer mehr lokale Wasserwerke in der nordwestdeutschen Tiefebene werden an das Harzer Netz angeschlossen, damit vor Ort weiterhin Brunnenvergiftung durch Gülleeinträge betrieben werden kann. Es ist höchste Zeit diesen Herrschaften in den Hildesheimer Vorstandsetagen einmal klar zu machen, dass Trinkwasserversorgung lokal zu organisieren ist und nicht landesweit zu Lasten der Harzer Wälder, die schon heute unter dem massiven Wasserabzug aus der Region zu leiden haben.

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