Dienstag, 11.09.2018

Neu an der TU: Biomechanik als Studienrichtung

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Clausthal-Zellerfeld. Ab diesem Herbst bietet die TU Clausthal eine besondere Vertiefung innerhalb des Maschinenbau-Studiums an.

Sei es für Sport- und Fitnessgeräte, für Prothesen oder für sich ergonomisch anpassende Autositze: Wenn menschliche Bewegung und Technologie zusammentreffen, sind besondere Kompetenzen erforderlich. Mit der neuen Studienrichtung „Biomechanik“ will die Technische Universität Clausthal als eine der ersten Hochschulen Deutschlands Studierende innerhalb des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau für diesen Bereich ausbilden. Los geht’s im kommenden Wintersemester, die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Oktober.

„Die Menschen hierzulande werden immer älter und arbeiten aufgrund des demografischen Wandels immer länger“, schildert TU-Pressesprecher Christian Ernst. Dadurch verändere sich die Ergonomie ihrer Arbeitsplätze. „Sie benötigen im Alltag Hilfsmittel, sogenannte Assistenzsysteme, und der technische Fortschritt in der Medizin eröffnet der Physiotherapie neue Möglichkeiten in der Prävention und Rehabilitation.“

Vielversprechende Beschäftigungsfelder

Innovative Studiengänge mit dem Schwerpunkt „Biomechanik“ bilden Fachkräfte aus, die diesen neuen Möglichkeiten gerecht werden. Auch die wachsende Sport- und Fitnessindustrie bietet künftigen Absolventinnen und Absolventen der neuen Clausthaler Studienrichtung vielversprechende Beschäftigungsfelder.

„Es ist ein wichtiges und spannendes Thema. Die Anatomie zeigt uns, wie die Dinge sind, die Biomechanik zeigt, wie sie funktionieren“, zitiert die TU Dr. med. Thomas Peterson, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie der Asklepios Harzkliniken GmbH in Goslar, der sich in die neue Studienrichtung als Dozent einbringt. Dieses Wissen um die Funktion des Organismus sei die Voraussetzung für die Entwicklung intelligenter Fitness- und Reha-Programme, wirksamer Hilfsmittel und technischer Assist-Systeme. „Es gibt schon Interessenten für die neue Studienrichtung“, berichtet Prof. Armin Lohrengel, Studienfachberater für Maschinenbau an der TU Clausthal.

Beste Voraussetzungen

„Biomechanik“ wird neben „Allgemeiner Maschinenbau“ und „Mechatronik“ als dritte Studienrichtung innerhalb des sechssemestrigen Maschinenbau-Studiengangs hinzukommen. Hierfür gibt es an der Harzer Uni beste Voraussetzungen. Zum einen schneidet die TU Clausthal beim renommierten CHE-Hochschulranking im Fach Maschinenbau seit Jahren hervorragend ab, zum anderen besteht hier eine große Affinität zu Sport und Bewegung.

So kommt Arnd Peiffer, Biathlon-Olympiasieger 2018 in Pyeongchang, aus Clausthal-Zellerfeld und hat an der Technischen Universität studiert. Und Thierry Langer, im Ski-Langlauf Olympiateilnehmer in Südkorea, studiert aktuell den Masterstudiengang Chemie im Oberharz.

Bald auch Sportingenieure

Das Sportinstitut der TU bietet mehr als 70 Sportarten an, zudem werden Vorlesungen in Sporttheorie gehalten. Darüber hinaus möchte die Universität im kommenden Jahr mit dem sechssemestrigen Bachelorstudiengang Sportingenieurwesen an den Start gehen. Darin werden ingenieurwissenschaftliche und sportwissenschaftliche Disziplinen kombiniert. red/öh








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