Donnerstag, 04.10.2018

Höhere Grundgebühr mit einrechnen

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Abwassergebühr in Vienenburg steigt ab 2019
6 Kommentar(e)
Herr Wehrmann,ich habe nicht mit Durchschnittswerten argumentiert, sondern mit absoluten Werten. Insofern braucht es keinen Medianwert. Ich befürchte aber, (...)

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Arnd Tathoff, Goslar-Vienenburg, zum Artikel „Abwassergebühr in Vienenburg steigt ab 2019“ (GZ vom 2. Oktober 2018)

Nach Ansicht der Herren Wehrmann und Ohse ist also das Abwasser in Vienenburg viel billiger als in Goslar. Das kommt dabei raus, wenn Kommunalpolitiker rechnen und Äpfel mit Birnen vergleichen. Sie haben nämlich leider vergessen, dass die Grundgebühr in Vienenburg 99 Euro und in Goslar nur 60 Euro beträgt. Wenn ich meinen bisherigen Wasserverbrauch zugrunde lege, so muss ich als Vienenburger in 2019 rund 193 Euro für die Abwasserentsorgung bezahlen. Würde ich in Goslar wohnen, wären es nur rund 160 Euro. Wenn ich für die Niederschlagswasserbeseitigung noch 8 Euro drauflege, verbleibt immer noch eine Differenz von 25 Euro. Hoffentlich haben die Herren bei anderen Themen mehr Sach- und Fachverstand.







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Joseph Tathoff schrieb am 14.10.2018 16:07

Herr Wehrmann,ich habe nicht mit Durchschnittswerten argumentiert, sondern mit absoluten Werten. Insofern braucht es keinen Medianwert. Ich befürchte aber, dass der Rest der Leserinnen und Leser sich langsam langweilt. Deshalb: Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, rufen Sie mich doch einfach an. Meine Telefonnummer steht im Telefonbuch. Arnd Tathoff

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henning wehrmann schrieb am 13.10.2018 16:07

Wer hier mehr oder weniger von Statistik versteht, wäre noch zu belegen; Herr Tathoff! Sie selbst haben doch in Ihrem Post vom 8.10.2018 die große Statistikkeule geschwungen und dabei keineswegs Medianwerte berücksicht, was sie es jetzt einfordern. Ich persönlich halte nach wie vor das Beispiel der Durchschnittsfamilie Mustermann für aussagekräftig. Ihr Problem ist schlicht und ergreifend, dass Sie die (nur in Alt-Goslar) erhobene Regenwassergebühr weitestgehend unterschlagen. Da im realen Leben, die Bürgerinnen und Bürger aber mit viel höheren Beträgen als den von Ihnen schöngerechneten 8 Euro zu Kasse gebeten werden, ist Ihre These "Abwasser in Goslar sei günstiger als in Vienenburg" einfach nur unsinnig!

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Joseph Tathoff schrieb am 11.10.2018 18:29

Herr Wehrmann, Statistik scheint nicht Ihre Stärke zu sein. Man sollte nicht mit Durchschnittswerten arbeiten, sondern mit Medianwerten. Wenn fünf Verbraucher je 50 m³ Abwasser produzieren und ein Verbraucher 500 m³, dann beträgt der Durchschnitt pro Verbraucher 125 m³. Sie sehen selbst, wie schlecht der Durchschnittswert die Relation widerspiegelt. Was hat eigentlich die Wohnungsgröße mit dem Wasserverbrauch zu tun? Sie können mit zig Parametern mir Beispiele vorrechnen, in denen das Abwasser in Goslar teurer ist als in Vienenburg, und ich kann mit zig Parametern Ihnen Beispiele vorrechnen, bei denen das nicht so ist. Tatsache bleibt, dass Ihre Pauschalbehauptung "Das Abwasser ist in Vienenburg billiger als in Goslar" keine Gültigkeit hat. Es wird in vielen Fällen so sein, aber in vielen Fällen eben auch nicht. Arnd Tathoff

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henning wehrmann schrieb am 10.10.2018 22:33

Herr Tathoff; wenn Sie schon das Landesamt für Statistik bemühen, dann sollten Sie das auch konsequent für alle Parameter durchführen und keine Rosinenpickerei für Sonderfälle betreiben. Im statistischen Mittel heißt das: Zweipersonenhaushalt, eine Wohnung pro Grundstück, 150 qm Wohnfläche, 100 qm bebaute Grundfläche. Mit diesen Daten ergibt sich für Vienenburg ab 2019 ein Betrag von 345,56 Euro Abwassergebühren. In Goslar zahlt man im Vergleich 362,20 Euro und damit immer noch 4,8% mehr als in Vienenburg. Das gilt aber nur, wenn man neben der bebauten Hausfläche keine weiteren versiegelten Flächen für Carport, Garage und Zufahrt hat, was in der Realität wohl eher unwahrscheinlich sein dürfte. Ihre Berechnungen funktionieren nur dann, wenn man die Niederschlagswassergebühren weitgehend ausblendet. Das mag für Sie persönlich gelten aber nicht für die Mehrzahl der Gebührenzahler in Goslar und Vienenburg. Also: Lassen Sie die Kirche lieber im Dorfe ...

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Joseph Tathoff schrieb am 08.10.2018 17:49

Herr Wehrmann, haben Sie sich mal gefragt, wie repräsentativ Ihre Familie Mustermann ist? Nach der Pressemitteilung 74/18 des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (Fake-News?) betrug der Anteil der Ein- und Zweipersonenhaushalte an den Gesamthaushalten in Niedersachsen 2017 75,7%, während die Drei- und Vierpersonenhaushalte nur einen Anteil von 20,7% hatten. Das Verhältnis gilt sicherlich auch für Goslar und Vienenburg. Für meine Nachbarschaft kann ich es zumindest bestätigen. Selbst Sie werden nachvollziehen können, dass Ein- und Zweipersonenhaushalte keine 150 m³ Abwasser im Jahr produzieren. Ich finde es unehrlich, ein zweifelhaftes Beispiel zu nutzen, um pauschale Behauptungen zu rechtfertigen. Von Ihnen hätte ich eigentlich eine differenzierte Betrachtungsweise erwartet. Übrigens, ich wohne nicht in einem Gartenhäuschen, ich leite nur mein Niederschlagswasser nicht in die Kanalisation. Auch so ein Sachverhalt, den es in der Lebensrealität der Familie M. nicht gibt. Arnd Tathoff

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henning wehrmann schrieb am 05.10.2018 17:46

In Zeiten von Populismus und Fake-News scheint das Politiker-Bashing bei einigen Zeitgenossen hoch im Kurs zu stehen, selbst wenn die nackten Zahlen das Gegenteil beweisen. Nehmen wir die Familie Mustermann (Vater, Mutter, ein bis zwei Kinder) mit einem Jahresverbrauch von 150 cbm Trinkwasser und einem Einfamilienhaus mit 250 qm versiegelter Fläche. Im Stadtteil Vinenburg zahlt diese Familie ab dem neuen Jahr 402 Euro Verbrauchsgebühr und 99 Euro Grundgebühr - also 501 Euro pro Jahr. Die gleiche Familie in Goslar zahlt 427,50 Euro Verbrauchsgebühr, 60 Euro Grundgebühr und 100 Euro Niederschlagswassergebühren - also 587,50 Euro und damit 17,3% mehr als in Vienenburg. Bei Gewerbebetrieben liegt diese Kostendifferenz sogar in einer Größenordnung von 20%. Wer allerdings Gartenhäuser mit 4,5 x 4,5 m Grundfläche für Phantasiekalkulationen heranzieht, vergleicht tatsächlich Äpfel mit Birnen. Von Fach- und Sachverstand zeugt das nicht gerade, Herr Tathoff!

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