Mittwoch, 01.07.2020

Lehrgang für neue Grubenführer am Welterbe Rammelsberg

Goslar. Besuchern aus aller Welt das Welterbe erklären – darum geht‘s für Grubenführer am Rammelsberg. Am 1. September beginnt die nächste Ausbildung, um aktiver Teil der „Welterbe-Familie“ zu werden, wie es Dr. Martin Wetzel beschreibt.

Wetzel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Pressesprecher des Welterbes am Rammelsberg. Gemeinsam mit Dr. Hans-Georg Dettmer organisiert und lenkt er dabei auch die Ausbildung für Besucherführer. Aktuell sind rund 40 Frauen und Männer aus Goslar und der Region im Einsatz, um die jährlich über 100.000 Gäste das Welterbe unter Tage näherzubringen.

Spezielle bergbauliche und technische Detailkenntnisse sind keine zwingende Voraussetzung, um Gästeführer zu werden. Dafür gibt es ja schließlich auch die Ausbildungslehrgänge, die sich in Etappen über etwa ein Dreivierteljahr erstrecken, schildert Wetzel. Nicht zwingend, aber jederzeit sehr willkommen sind hingegen Kenntnisse in Fremdsprachen, denn das Welterbe im Harz lockt Besucher aus aller Herren Länder. Viele Dänen und Holländer, aber auch Franzosen, Spanier, Japaner oder Chinesen möchten sich auf Harzreisen einen Blick in den Roeder-Stollen, eine Fahrt mit der Grubenbahn oder das „Abenteuer Mittelalter“ im Rathstiefsten Stollen nicht entgehen lassen. Allein vier der aktuellen Grubenführer sprechen Dänisch, viele Englisch, und eine Grubenführerin begleitet Japaner in deren Muttersprache.

Am allerwichtigsten ist indes, zunächst auf Deutsch trittfest zu werden für die Touren in Goslars berühmte Unterwelt. „Es ist eine Aufgabe, die Spaß macht“, betont Dettmer. Dabei erhalten die freiberuflichen Grubenführer einen ordentlichen Stundenlohn, der Lebensunterhalt lässt sich davon allein jedoch nicht bestreiten. Interessenten können sich bis zum 22. Juli per Mail an wetzel(at)rammelsberg.de, Telefon (05321) 750-156, oder an dettmer(at)rammelsberg.de, Telefon 750-158, wenden.