Donnerstag, 24.09.2020

Hopfenberg: Nachts brennt der Wald

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Goslar/Oker. Insgesamt 500 Quadratmeter Waldfläche haben in der Nacht auf Donnerstag auf dem Hopfenberg zwischen Goslar und Oker in Verlängerung des Petersberges gebrannt. 

Neben der Goslarer Feuerwehr war nach Angaben von Feuerwehr-Sprecher Volker Junge auch der zweite Wassertransportzug der Stadtfeuerwehr eingesetzt. Die Löscharbeiten zogen sich über Stunden hin.

Aufmerksames Personal

Mitarbeiter der Firma JL hatten in ihrer Pause Rauch unweit des Betriebsgeländes im Schleeke bemerkt und gegen 0.30 Uhr über Notruf die Leitstelle verständigt. Die ersten Einsatzkräfte erkundeten die Lage und bestätigten das Feuer. Nachdem eine Zufahrt lokalisiert war, ließ Ortsbrandmeister Udo Löprich die weiteren Kräfte nachalarmieren.

Auf der Waldfläche schlugen die Flammen laut Junge rund 80 Zentimeter hoch. Stete Windböen erschwerten die Löscharbeiten. Mit Scheinwerfern leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle und das Umfeld aus. Am Osterfeld wurde eine Wasserentnahmestelle für den Ringverkehr der Tanklöschfahrzeuge eingerichtet. Der zweite Wassertransportzug – bestehend aus den Tanklöschfahrzeugen der Ortsfeuerwehren Immenrode, Oker und Vienenburg, verstärkt durch das Goslarer Tanklöschfahrzeug – brachte das Löschwasser an die Einsatzstelle. Insgesamt wurden 38.000 Liter transportiert und zum Löschen genutzt.

Am Waldrand wurden auf diese Weise ein Tanklöschfahrzeug und ein Löschgruppenfahrzeug mit Wasser versorgt. Das Feuer bekämpften sie von zwei Seiten. Für die laufende Erkundung setzte die Feuerwehr eine Wärmebildkamera und auch die neu beschaffte Drohne ein, um Brandnester auszumachen. Das Feuer hatte sich laut Junge tief in den Waldboden gebohrt. Er musste umfangreich untersucht und intensiv gewässert werden.

Goslars Stadtbrandmeister Christian Hellmeier und seine Vertreter verschafften sich zudem einen Überblick über die Lage. Zum Ende des heißen und trockenen Sommers war es doch einer der wenigen Vegetationsbrände im Stadtgebiet.

Kurz nach 3.30 Uhr war der Einsatz am Hopfenberg beendet. In den einzelnen Feuerwehrhäusern folgte bis vier Uhr noch die Reinigung von Gerätschaften sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Polizei in dieser Nacht gefordert. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei aufgenommen. fh/red