Dienstag, 11.08.2020

Hilft ein Multifunktions-Fußballfeld?

Goslar. Nach der Berichterstattung über die „Karriere“ des Jakobikirchhofs zum Bolzplatz in der GZ-Wochenendausgabe meldete sich die SPD-Ratsfraktion zu Wort. Sie könne den Wunsch der Familien nach Spiel- und Freizeitflächen in der Goslarer Innenstadt „sehr gut nachempfinden“, teilten Fraktionschefin Urte Schwerdtner und ihr Stellvertreter Martin Mahnkopf mit. Das SPD-Duo hat daher noch am Wochenende mit der Fraktion Kontakt aufgenommen und einen entsprechenden Prüfantrag im Rathaus eingereicht.

Vorbild Mini-WM

Nach Vorbild der jährlichen Mini-WM, welche auf dem Marktplatz veranstaltet wird, soll die Verwaltung die Aufstellung eines Multi-Mini-Fußballfeldes (Soccer Courts – inklusive Volleyball und Basketball) innerhalb der Innenstadt Goslars mit einer Kostenaufstellung (Miete und Kauf) prüfen. „Der Vorteil eines Multi-Sportfeldes liegt in seiner flexiblen Nutzung“, meint Mahnkopf mit Blick auf die unterschiedlichen Interessen der Kids.

Die SPD-Ratsfraktion habe in der zurückliegenden Zeit wiederholt in den jeweiligen Fachausschüssen (Bau, Bildung, Sport) auf die Problematik von fehlenden Spiel- und Freizeitmöglichkeiten in der Innenstadt (Altstadt) hingewiesen und ebenfalls mehrmals um die Aufstellung von Spielgeräten, insbesondere in der Fußgängerzone (inklusive des Jakobikirchhofes) gebeten. „Im Vergleich zu den Ortschaften Goslars sind die Freizeitmöglichkeiten (Wiesen-, Sport- und Spielflächen) in der Innenstadt sehr begrenzt. Mögliche Flächen sollen im Fachausschuss mit der Verwaltung besprochen werden.

Bolzmöglichkeiten sollten geprüft werden

Ob Schulhöfe, Parks oder Spielplätze, alle Möglichkeiten sollten geprüft werden, da es in der Innenstadt sicherlich wenige Möglichkeiten geben wird“, wird Schwerdtner in der Pressemitteilung zitiert. Ausschussvorsitzender Giovanni Graziano kündigte das Gesamtthema „Spiel- und Freizeitmöglichkeiten“ in der Innenstadt für den nächsten SOS-Ausschuss an.

Um Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in der Innenstadt ein ansprechendes Angebot im Sport- und Freizeitbereich machen zu können und damit eine Alternative zur entsprechenden „problematischen Nutzung“ des Jakobikirchhofes zu schaffen, fordert die SPD eine zeitnahe Prüfung des Antrages, um mit sicheren Zahlen in die Haushaltsdiskussion 2021 gehen zu können. „Werner Penndorf, Vorsitzender des GSC, hat mir am Wochenende aufgrund meiner Nachfrage nach Interessenkonflikten sowie zu Kosten eines Muli-Funktionsfeldes sofort ein positives Feedback zum Prüfantrag gegeben“, berichtet Mahnkopf. Penndorf schaue dabei besonders auf die Kids der Innenstadt, die zwischen Straßen und Geschäften kaum Möglichkeiten zum Kicken haben.