Mittwoch, 16.09.2020

Feuerwehr rettet eingeklemmten Waschbären

Eine Herausforderung für die Feuerwehr waren die vergangenen Tage. Binnen 26 Stunden wurde die Feuerwehr von Montag bis Dienstag zu acht Einsätzen gerufen - gemessen an der Größe der Stadt ein erhöhtes Aufkommen, so die Feuerwehr in einer Mitteilung. 

Am Montag brannte zwischen Mauerstraße und der Hohnschen Allee eine Hecke. Mit 1000 Litern Wasser wurde das Feuer schnell bekämpft und der betroffene Bereich umfangreich gewässert. Am frühen Montagabend und Dienstagvormittag riefen Brandmeldeanlagen die Brandschützer auf den Plan. In beiden Fällen wird von einem technischen Defekt ausgegangen.

Der Grund für die Auslösung eines Heimrauchmelders in einem Mehrfamilienhaus in der Pestalozzistraße, Stadtteil Kramerswinkel, lies sich für die Einsatzkräfte nicht ergründen. Nach Erkundung der Wohnung im ersten Obergeschoss des Hauses konnte Entwarnung gegeben werden. Kaum 90 Minuten später piepten die Meldeempfänger um 15:35 Uhr erneut. Der Fahrstuhl am Gleis 1 des Goslarer Bahnhofs versagte seine Dienste. In der prallen Sonne wartete ein Mann auf Hilfe. Mit wenigen Handgriffen konnten die Einsatzkräfte die Fahrstuhltüren öffnen und dem Eingeschlossenen als erstes eine Flasche Wasser reichen. 

Tierisch zu ging es wenige Minuten später im Reichenberger Weg, Stadtteil Jürgenohl. Dort hatte sich ein Waschbär zwischen Hauswand und Balkonumrandung eingeklemmt. "Die Retter griffen beherzt und gekonnt zu und befreiten den zur Familie der Kleinbären gehörenden Allesfresser", so die Mitteilung der Feuerwehr weiter.

Eine brennende Mülleimer unweit des Hotel Achtermann löschten die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte gegen 17 Uhr. Kurze Zeit später wurde eine Rauchentwicklung in der Mauerstraße gemeldet. Bereits auf dem Weg stellten die Einsatzkräfte eine "leicht bräunliche Rauchentwicklung" fest und alarmierten weitere Kräfte nach.  Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass die Rauchentwicklung nahe eines Hinterhauses in der Mauerstraße zugeordnet werden konnte. Hier nutzten Bewohner das schöne Wetter um in einem Pizzaofen Brot zu backen. Eine Gefahr war nicht gegeben. Nach wenigen Minuten war der Einsatz beendet.

Die Feuerwehr fügt hinzu: "Ein hohes Pensum für die Goslarer Feuerwehr. Wenngleich sich die Einsätze auf die Erkundung und relativ geringe Tätigkeiten der Feuerwehrfrauen und -männer bezogen, so mussten Arbeitsplätze verlassen oder auch Familienaktivitäten verschoben werden."