Sonntag, 21.07.2019

Entsetzen über große Zahl an "Gaffern"

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In einer Pressemitteilung zu dem grauenvollen Unfall an der B241 machen Polizeibeamte in sehr klaren Worten ihrem Unverständnis und Entsetzen über die große Zahl an "Gaffern" Luft, die am Samstag den ganzen Tag über zur Unfallstelle kamen.

Es grenze an ein Wunder, dass es dort aufgrund des "verantwortungs-/rücksichtslosen Verhaltens einiger Personen" nicht zu weiteren Unfällen gekommen sei. Die Erklärung von Polizei Pressesprecher Reiner Siemers im Wortlaut:

"Nach Bekanntwerden des schweren Unfalls hat es immer wieder Gaffer – Schaulustige oder Interessierte mögen wir diese Personen nicht nennen – an die Unfallstelle gezogen, um sich das Ganze möglichst live und aus der Nähe ansehen und vor allem in verantwortungsloser Manier ihrer Neugierde nachgehen zu können.

Meine Kolleginnen und Kollegen und insbesondere ich finden dieses Verhalten – gelinde gesagt – widerlich und wissen wirklich nicht, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht.

Da haben Eltern, Großeltern, Verwandte und Bekannte in den heutigen Morgenstunden ihre Liebsten verloren, haben unerträgliches Leid erfahren – und unsere sensationslüsternen Mitmenschen haben offenbar nichts Besseres zu tun, als sich ins Auto zu setzen, zum Ort des Geschehens zu fahren und sich, weil die Unfallstelle schließlich schon geräumt ist, an den dort vorhandenen Schäden und Spuren zu ergötzen.

Das ist einfach unbegreiflich!

Wir appellieren an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich an den hoffentlich noch vorhandenen gesunden Menschenverstand – hört bitte auf, den Unfallort aufzusuchen, eure Autos in unmittelbarer Nähe am Fahrbahnrand abzustellen oder den Bereich im Schritttempo zu passieren.

Es gibt dort wirklich nichts Aufsehenerregendes zu sehen!

Für uns grenzt es an ein Wunder, dass es dort auf Grund des verantwortungs-/rücksichtslosen Verhaltens einiger Personen in den letzten Stunden nicht zu weiteren Unfällen gekommen ist."