Donnerstag, 20.02.2020

Auch die Kantorei singt das Steigerlied

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Goslar. Auch wenn die Goslarer Kantorei aktuell das englischsprachige Oratorium „Messiah“ von Georg Friedrich Händel einstudiert, hat Gerald de Vries nicht gezögert, an der Steigerlied-Aktion der Goslarschen Zeitung mitzuwirken. Der Kantor der Marktkirchengemeinde gibt zu, mit den rund 100 Sängerinnen und Sängern bislang noch nie das volkstümliche Bergmannslied gesungen zu haben, aber trotzdem fremdelt keiner der Chorsänger mit Text und Melodie. „Wir haben viel Freude dabei gehabt, es einzuüben“, sagt de Vries.

Das Besondere an der Kantorei-Version ist nicht nur die Stimmgewalt der vielen Sängerinnen und Sängern, sondern auch das vierstimmige Arrangement: Sopran, Tenor, Alt und Bass. Alle Stimmlagen sind vertreten. Es gibt sogar noch eine Oberstimme vom ersten Sopran, die das Tüpfelchen auf dem I bringt. Um es musikalisch interessant zu gestalten, lässt de Vries die zweite Strophe nur von Männerstimmen singen. Das gibt der Version mehr Intensität, erzeugt ein bisschen Gänsehaut.

Pfarrer singt Steigerlied mit Gläubigen

Das Steigerlied hat Frankenberg-Pfarrer Andreas Labuhn im Repertoire. „Wenn ich Menschen besuche, die einen Bezug zum Bergbau haben, singe ich es mit ihnen gemeinsam.“ Auch Christa Kurkofka kennt das Steigerlied aus dem Effeff. Schließlich ist ihr Sohn Bergbauingenieur. Nach der Videoaufnahme geht es nahtlos weiter mit den Proben für Händels „Messiah“. Zur Aufführung kommt das Werk am Samstag, 14. November.