Sonntag, 16.06.2019

Wolfgang Langer (Bürgerliste) ist deutlich vorn

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Braunlage. Die Entscheidung ist vertagt. Die Stichwahl in zwei Wochen muss entscheiden, wer neue Bürgermeisterin oder neuer Bürgermeister der Stadt Braunlage wird. Im ersten Wahlgang jedenfalls lag Wolfgang Langer mit 43,0 Prozent der Stimmen deutlich vor Cornelia Ehrhardt (CDU), die auf 26,1 Prozent der Stimmen kam. Zwischen beiden gibt es am Sonntag, 30. Juni, ein Stechen.

Langer hat dabei die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen nur knapp verpasst. „Mit einem Ergebnis, bei dem ich mehr als 40 Prozent der Stimmen hole, habe ich nicht gerechnet“, meinte er. Er freue sich erst einmal nur und wolle das mit seinen vielen Helfern feiern. „Ich habe ein tolles Team“, betonte Langer. Und weiter: „Das ist ein gemeinsamer Erfolg.“ Er bat seine Wähler, auch zur Stichwahl zu gehen. Denn das sei trotz des guten Ergebnisses kein Selbstläufer.

Ungläubige Blicke

Doch auch Ehrhardt äußerte sich zufrieden mit ihrem Wahlergebnis. „Ich bin in die Stichwahl gekommen, und das war mein Ziel“, sagte sie. Sie wolle erst einmal mit ihren Unterstützern in ihrem Wahlbüro feiern, meinte sie gestern und am heutigen Montag gehe es dann weiter mit dem Wahlkampf. Das Ergebnis der Einzelbewerberin Martina Peine, die nur vier Prozentpunkte weniger als sie holte, zeige, dass die CDU nach wie vor stark in Braunlage sei. Peine hatte die Partei vor drei Monaten verlassen, nachdem die CDU nicht sie, sondern Cornelia Ehrhardt zur Kandidatin kürte.

In Braunlage stark

Langer und Erhardt verfolgten mit vielen weiteren Bürgern den Wahlausgang im Flur des Rathauses, in dem die Mitarbeiter einen Beamer aufgebaut hatten, der die aktuellen Ergebnisse zeigte. Vor allem der erste Wahlbezirk Hohegeiß (ohne Briefwahl), der bekannt gegeben worden ist, sorgte für ungläubige Blicke. Dabei lag Ehrhardt, die als Mit-Favoritin galt, nur auf Rang vier, noch hinter dem auswärtigen SPD-Kandidaten Borzu Schandermani, der immerhin 19,4 Prozent der Stimmen holte. Doch die Briefwähler und die Braunlager sorgten dafür, dass die CDU-Kandidatin doch noch auf dem zweiten Platz landete.

Es fällt auf, dass Langer und Ehrhardt vor allem in ihrer Heimatstadt die meisten Stimmen holten. Der Kandidat der Bürgerliste verfehlte dabei mit 48 Prozent der Stimmen in Braunlage alleine (ohne Briefwahl) die absolute Mehrheit nur knapp, und auch die CDU-Kandidatin war mit 27,2 Prozent der Stimmen in der Kernstadt deutlich stärker als in den Ortsteilen, in denen sie klar hinter Martina Peine landete. Die Einzelbewerberin holte dabei in St. Andreasberg mit insgesamt 31,7 Prozent der Stimmen (ohne Briefwahl) ihr bestes Ergebnis.

Während der Wahlkampf in den vergangenen Wochen die meiste Zeit über relativ fair verlief, und es zu wenig Auseinandersetzungen zwischen den Kandidaten kam, ging es am Samstag in den sozialen Netzwerken hoch her. Dafür hatte Einzelbewerberin Martina Peine gesorgt. Sie postete bei Facebook, dass der Ehemann von Cornelia Ehrhardt, der ehemalige CDU-Vorsitzende Uwe Meyer, dafür gesorgt habe, dass sie vor den Einkaufsmärkten in Braunlage ihren Wahlstand nicht aufbauen dürfe.

Streit auf Facebook

Dabei habe sie dies alles mit den jeweiligen Marktleitungen vor Ort abgesprochen, schrieb Peine. Sie hätten es ihr auch genehmigt, die Stände betreiben zu dürfen. Meyer habe aber jeweils Kontakt zu den Vorgesetzten der Marktleiter aufgenommen und dafür gesorgt, dass sie dort nicht stehen dürfe.

Allein dieser Beitrag ist 61 Mal geteilt worden und sorgte für kontroverse Diskussionen, in denen aber auch Peine kritisiert worden war, weil sie dies auf diese Weise veröffentliche. Cornelia Ehrhardt, die über Facebook ebenfalls einen Teil ihres Wahlkampfs führte, äußerte sich nicht zu dem Vorwurf.









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