Mittwoch, 05.08.2020

Nationalpark Harz lässt Ehrenfriedhof Oderbrück aufarbeiten

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Oderbrück. Es ist die höchst gelegenste Kriegsgräberstätte im Land Niedersachsen. Der Ehrenfriedhof bei Oderbrück liegt 810 Meter hoch und erstrahlt jetzt wieder im neuen Glanz. Die Nationalparkverwaltung hat die Anlage, die am 28. September 1946 eingeweiht worden ist, von einem forstwirtschaftlichen Dienstleitungsunternehmen aufarbeiten lassen, schreibt sie in einer Pressemitteilung.

Die Brüder Rizo und Hivzo Zahitovic haben die Steinkreuze gewaschen und die Inschriften teilweise erneuert. Der Arbeitsaufwand für jedes Kreuz habe etwa eine Stunde betragen, heißt es weiter. Die bislang letzte Reinigung und Auffrischung der Inschrift sei 2004 erfolgt. „Weil die Kreuze aus empfindlichem Sandstein bestehen, müssen die Reinigungsarbeiten besonders vorsichtig vorgenommen werden“, sagt der pensionierte Nationalparkförster Ulrich Schulze.

Vorsichtig zeichnet Rizo Zahitovic die Buchstaben der Innenschrift des Steinkreuzes nach.
Der Nationalpark Harz ist per Gesetz in diesem gemeindefreien Gebiet die zuständige Kommune für diesen Friedhof. 99 überwiegend jugendliche deutsche Soldaten, die im April 1945 bei den schweren Kämpfen im Oberharz gefallen sind, und 14 unbekannte sowjetische Kriegsgefangene, die wohl in Transporten ums Leben kamen, sind auf dem Friedhof beigesetzt.









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