Donnerstag, 23.05.2019

Martina Peine ist mit den Bürgermeister-Aufgaben gut vertraut

Leserbrief
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Braunlage. Am 16. Juni wählen die Bewohner der Stadt Braunlage einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Stefan Grote (SPD) kandidiert nach 13 Jahren nicht mehr. Um die Nachfolge bewerben sich vier Kandidaten. Neben Cornelia Ehrhardt (CDU) wollen auch Wolfgang Langer (Bürgerliste), Borzu Schandermani (parteilos, für die SPD) und die Einzelbewerberin Martina Peine zum Bürgermeister gewählt werden.

Die GZ wird in den nächsten Wochen über die Bewerber und ihren Wahlkampf berichten. Zunächst werden die Kandidaten vorgestellt. Heute endet diese kleine Serie mit der parteilosen Einzelbewerberin Martina Peine.

Zur Person

Martina Peine ist 57 Jahre alt, verwitwet und Mutter zweier erwachsener Kinder. Sie wuchs in ihrer Geburtsstadt Duderstadt auf. Nach der mittleren Reife machte sie eine Ausbildung zur Verwaltungsangestellten, danach folgten Fachabitur und die Ausbildung im gehobenen Dienst bei der Stadt Duderstadt mit dem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (FH).

Anschließend standen verschiedene Stationen in der Verwaltung in Duderstadt an, darunter Sozialamt, Kämmerei, Standesamt und Fallmanagement Hartz IV. Martina Peine absolvierte zudem ein berufsbegleitendes Online-Studium Verwaltungsmanagement mit Abschluss als Master of Public Administration (MPA) und wurde 2008 für ein halbes Jahr zur Stadt Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen abgeordnet, wo sie ein Jugendamt neu aufbaute. Zurück in Duderstadt übernahm sie die Projektleitung zur Umstellung auf die Doppik-Buchführung.

2011 war Martina Peine als Kämmerin in Grebenstein (Nordhessen) tätig und arbeitet seit März 2015 als Kämmerin in Braunlage. In der Stadt ist sie zudem als allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Stefan Grote tätig.

Es ist nicht die erste Kandidatur Martina Peines für das Amt des Bürgermeisters. 2006 wollte sie Bürgermeisterin in Kalefeld werden und 2013 in Walkenried. Beide Male schaffte sie es nicht. Vor sechs Jahren landete sie unter sechs Bewerbern mit den zweitmeisten Stimmen hinter dem Gewinner Dieter Haberlandt aus Braunlage.

Die Motivation

Sie ist die einzige Bewerberin um das Bürgermeister-Amt mit der entsprechenden Ausbildung. „Das ist mein großer Vorteil“, ist Martina Peine überzeugt. Nachdem die Kandidatin bereits zweimal erfolglos versucht hat, Bürgermeisterin zu werden, soll es nun im dritten Anlauf klappen.

Das Wahlprogramm

Das Thema Verkehr, Wohnraum für Familien mit Kindern und Baugebiete zu schaffen, sind auch Themen, mit denen Martina Peine punkten möchte. Sie engagiert sich dafür, dass die Staus in der Stadt gerade während der Saison weniger werden und die Zahl der Einwohner nach jahrelangem Rückgang wieder steigt. „Wir müssen dafür attraktiv für junge Familien werden“, sagt sie. Zudem will die Einzelkandidatin den Zusammenhalt der drei Ortsteile stärken, den Tourismus weiter entwickeln und Bürokratie abbauen, damit die Zusammenarbeit mit dem Bürger leichter wird.

„Den Wandel positiv gestalten“, unter diese Überschrift will sie ihr künftiges Wirken setzen. Dazu will sie Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß jeweils auch als Wintersportort mit weiteren Langlauf- und Rodelmöglichkeiten entwickeln.

Eines der ganz wichtigen Themen aus Martina Peines Sicht ist die Digitalisierung der Stadtverwaltung. „Von 2026 an müssen wir in der Stadtverwaltung jede neue Akte elektronisch führen“ erklärt sie. Dabei sollten fünf Ziele verbindlich sein: Lesbarkeit, Integrität, Authentizität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit. Um das in Braunlage umsetzen zu können, sei ihr Fachwissen gefragt, betont die Kandidatin.

Martina Peine will sich auch für den Erhalt der Grundschule Hohegeiß engagieren, aber „nur, wenn die Eltern das auch möchten“, sagt sie. Der Elternwille habe in dieser Frage bei ihr absolute Priorität. „Wenn beispielsweise die Mehrheit der Eltern sagt, ,wir wollen nicht, dass unser Kind mit drei weiteren Jahrgängen in einer Klasse unterrichtet wird‘, dann würde ich mich auch für eine Schließung engagieren“, erklärt sie. „Auf Teufel komm raus“, müsse eine Schule nicht geöffnet bleiben.

Der Wahlkampf

Martina Peine hat bislang noch kaum Wahlkampf betrieben. Sie hat zwar an den politischen Sitzungen teilgenommen, aber das hätte sie als Kämmerin auch so. Vorgestern hat sie damit begonnen, ein paar Wahlplakate aufzuhängen. Ihren Facebook-Account nutzt sie kaum für den Wahlkampf. Sie hat aber unter anderem den Besuch einiger Veranstaltungen wie den Braunlager Maikonzerten gepostet.

PODIUMSDISKUSSION

Auch bei diesem Bürgermeister-Wahlkampf wird die GZ wieder die Kandidaten zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion einladen. Als Termin ist Montag, 3. Juni, vereinbart worden. Die Kontrahenten treffen in der Scheune der Hapimag-Ferienanlage aufeinander. Beginn ist um 18 Uhr. GZ-Redakteure werden den Bewerbern Cornelia Ehrhardt (CDU), Wolfgang Langer (Bürgerliste), Borzu Schandermani (parteilos für die SPD) und Einzelbewerberin Martina Peine auf den Zahn fühlen, aber auch den Besuchern Gelegenheit geben, ihre Fragen zu stellen.








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