Mittwoch, 13.03.2019

Kämmerin Martina Peine kandidiert

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Braunlage. Jetzt gibt es auch eine Einzelbewerberin ohne Fraktion im Rücken: Kämmerin Martina Peine hat auf Anfrage mitgeteilt, dass sie für das Amt der Bürgermeisterin kandidieren will. „Ich habe mir die Unterlagen im Wahlamt geben lassen und hoffe, dass ich die Unterstützer-Unterschriften zusammen bekomme“, sagt die 57-Jährige.

Zuvor hatte Peine bereits beim CDU-Stadtverband versucht, als CDU-Kandidatin nominiert zu werden. Doch die Mitglieder wählten die Stadtverbandsvorsitzende Cornelia Ehrhardt, die 33 Stimmen erhielt und deutlich vor Peine (14Stimmen) und dem weiteren Bewerber Ronald Dede (11 Stimmen) landete. Trotz dieser Niederlage rechnet die Kämmerin mit guten Chancen bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 16. Juni.

Wohnraum schaffen

Ihre Vorteile sieht Martina Peine vor allem in ihrer Verwaltungserfahrung. Sie habe zudem immer wieder Fortbildungen besucht, unter anderem bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Hanns-Seidel-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Weiter blickt die Kämmerin auch auf ein 20-jähriges politisches Engagement zurück. Aus ihrer Partei, der CDU, ist sie allerdings jetzt ausgetreten. Einer der Gründe dürfte dabei sein, dass nach den Statuten der Partei nicht zwei CDU-Mitglieder für das gleiche Bürgermeister-Amt kandidieren dürfen.

48 Unterschriften muss Martina Peine zusammenbekommen, damit sie kandidieren kann, das dürfte aber kein Problem sein. Die 57-Jährige will sich vor allem für eine Lösung des Verkehrsproblems einsetzen und Wohnungen für Einheimische schaffen. „Wir müssen Lösungen entwickeln, dass nicht alle freien Wohnungen als Ferienwohnungen genutzt werden“, sagt sie. Da würden ihr auch bereits Ansätze vorschweben.

Bislang haben drei weitere Kandidaten ihr Interesse am Bürgermeisteramt bekundet. Neben Cornelia Ehrhardt, der Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes, kandidiert auch Wolfgang Langer von der Bürgerliste. Beide haben sich in den Mitgliederversammlungen deutlich gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt, beide wohnen in Braunlage und beide sitzen bereits im Rat der Stadt.

Keinen Gegenkandidaten hatte der weitere Bewerber um das Amt, Borzu Schandermani. Der 45-Jährige wohnt in Wernigerode und tritt für die SPD an, die ihn in ihrer Mitgliederversammlung mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen mit elf Ja-Stimmen nominierte.

Rechtzeitig anmelden

Weitere Parteien sind nicht im Rat vertreten, und auch die Grünen werden keinen Kandidaten aufstellen, wie Mathias Schlawitz vom Kreisverband Goslar bereits vor einem Monat auf Anfrage mitteilte. Die Partei hatte noch in der vergangenen Legislatur-Periode einen Sitz im Rat der Stadt Braunlage, war dann aber nicht mehr zur Wahl angetreten.

Noch bis Montag, 29. April, 18Uhr, haben interessierte Bürger Zeit, in der Geschäftsstelle der Gemeindewahlleitung im Rathaus Braunlage ihre Kandidatur anzumelden. Dabei kann jeder Interessierte kandidieren, der 48 Unterstützer-Unterschriften von Bürgern der Stadt Braunlage abgibt. Wahlsachbearbeiter Dirk Ullrich empfiehlt, den Stichtag nicht voll auszureizen, damit eventuelle Unklarheiten im Vorfeld geregelt werden können.







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