Sonntag, 10.03.2019

Bürgerliste nominiert Wolfgang Langer

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Braunlage. Mit einem deutlichen Ergebnis hat die Bürgerliste Braunlage, Sankt Andreasberg und Hohegeiß ihren Kandidaten für die anstehende Bürgermeisterwahl gewählt. Wolfgang Langer konnte sich gegen Mitstreiter und Partei-Kollege Jens Koch durchsetzen.

29 Stimmberechtigte hatten sich auf der Mitgliederversammlung der Bürgerliste am Freitag zusammengefunden, im Vorfeld hatten sich zwei Kandidaten beim Vorstand um den Vorsitzenden Hauke Lattmann gemeldet: Jens Koch und Wolfgang Langer. Letzter erhielt bei einer Enthaltung 23 Stimmen, Koch wurde in geheimer Wahl fünfmal angekreuzt.

Bekannte Namen

Beides sind keine unbekannten Namen in Braunlage. Koch machte in jüngster Zeit als Vorsitzender des Wintersportvereins Braunlage im Kontext des Sprungschanzenbaus von sich reden und ist seit 2006 Mitglied in der Bürgerliste, wo er nach eigenen Angaben viel „Hintergrundarbeit“ leistet. Themen, die er als Nominierungskandidat ansprach, waren unter anderem das Verkehrskonzept, das Skigebiet und eben jene Schanze. Sein Motto: „Anstreben müssen wir die großen Lösungen.“

Gegen seinen Mitstreiter Langer reichte das aber nicht. Zwar summierte Lattmann am Ende der Vorstellungsrunde, dass die beiden Kandidaten glücklicherweise „große Schnittstellen“ in ihren Zielen hätten, Differenzen gab es dann aber doch. Gerade die Schanzenthematik entwickelte sich zu einer Diskussion zwischen Koch und Langer, der eine mit großen Ambitionen, der andere eher für langfristige Arbeit vorerst im Hintergrund. Da waren die Fronten dann doch zu verhärtet, Lattmann schritt ein, schließlich wollte man am Abend der Kandidatenkür nicht zu tief in dieses Thema einsteigen.

Seit 2004 im Braunlager Rat

Wolfgang Langer ist beruflich in der Touristikbranche tätig, für die Bürgerliste ist er seit 2004 im Braunlager Rat vertreten, ist Vorsitzender im Aufsichtsrat der Braunlage Tourismus Marketing GmbH.

Politisch fragt Langer nun als Bürgermeisterkandidat der Bürgerliste: „Sind wir auf dem richtigen Weg? Was ist mit St. Andreasberg und Hohegeiß? Dabei wirft der 49-Jährige auch den Verkehr in den Raum: 1999 sei er schon an der Erstellung des Verkehrskonzeptes für Braunlage beteiligt gewesen, seitdem habe sich aber nicht viel getan – Braunlage brauche ein integriertes Konzept, so Langer.

„Behutsamer Ausbau“

Neubaugebiete in den Stadtteilen sollen Erstwohnsitze erhalten, aber auch den Zuzug von Neubürgern fördern, Langer will vor allem Familien ansprechen. Für den Wurmberg will er einen „behutsamen Ausbau“ anstreben, touristisch Angebote im Frühjahr, Sommer und Herbst stärken. Konkret nennt der 49-Jährige Angebote wie Klettern, aber auch das Unesco-Welterbe in St. Andreasberg, ein „Schatz“, der noch nicht so wirklich ankomme. Und neue Wege sind laut Langer auch für die Orte denkbar, um sie fit für neues Gewerbe zu machen– etwa durch eine zeitlich befristete Minderung der Gewerbesteuer.

Arbeitsreiche Wochen würden nun vor ihnen liegen, sagt Langer, der 2021 mit der Bürgerliste als stärkste Fraktion vertreten sein will. Nun ist aber erst mal die Bürgermeisterwahl am 16. Juni, in der er sich gegen Borzu Schandermani (SPD) und Cornelia Ehrhardt (CDU) durchsetzen muss. Der Bürgerlisten-Kandidat zeigt sich zuversichtlich, eine „reelle Chance auf die Stichwahl“ habe er durchaus.








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