Donnerstag, 23.05.2019

Zwei Männer, ein Ziel: der Chefsessel

Leserbrief
Kommentieren

Bad Harzburg. Hinter Bad Harzburg und hinter der GZ liegen knapp fünf Monate Bürgermeisterwahlkampf. Es ist (natürlich) nicht der erste seiner Art, aber er war anders als vorhergehende. 48 Stunden vor der Wahl bietet sich die Gelegenheit auf einen kleinen Blick zurück.

Da sich nur zwei Bewerber gegenüberstanden, war der Wahlkampf direkter, übersichtlicher und eigentlich auch nur auf wenige Themen beschränkt. Und das, wo doch die Kandidaten mit sehr unterschiedlichen Ansätzen in den Wahlkampf gezogen waren. Der Herausforderer Thomas Ebert hat sich frischen Wind und neue Ideen auf die Fahnen geschrieben, der Amtsinhaber verweist gern und stets auf Erfolge, die er vorzuweisen habe.

Positionen oft beleuchtet

Die GZ hat beide Positionen in den vergangenen Wochen oft beleuchtet und die Kandidaten bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten zu Wort kommen lassen. Sei es auf öffentlichen Podiumsdiskussionen, sei es in Pressemitteilungen, sei es in Gesprächsrunden mit Jugendlichen. Dabei wurden Aussagen, Behauptungen und Versprechungen auch wie es sich gehört in einen Kontext gestellt. Und wenn es angebracht war, auch kritisch beleuchtet. Das übrigens stets in extra gekennzeichneten Meinungsartikeln, also Kommentaren.

Und war die Zeitung dabei gerecht? Da gibt es, je nach Sympathie, Sichtweise und Verständnis von journalistischer Arbeit, unterschiedliche Positionen. Mal wurde dem Herausforderer bei der Podiumsdiskussion im Schloss angeblich „immer wieder“ und „viel zur schnell“ das Wort entzogen –mal fand man, derselbe Herausforderer werde von der GZ über Gebühr positiv dargestellt. Mal machte die GZ angeblich und „wieder“ Wahlkampf für den Bürgermeister, mal kritisierte sie ihn (ebenso angeblich) ungebührlich schroff.

Also, was denn nun? All das zusammen könnte man auch so interpretieren: Ganz verkehrt oder parteiisch kann die GZ mit ihrer Berichterstattung nicht gelegen haben. Die GZ hat Thomas Ebert und Ralf Abrahms die Möglichkeit gegeben, sich noch einmal direkt an die Wählerinnen und Wähler zu wenden. Ihre Worte werden auf dieser Seite ungekürzt abgedruckt.

 

Ebert: „Chance auf neue Ideen und Richtungen“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Herausforderer Thomas Ebert (SPD).
eine offene und demokratische Gesellschaft lebt vom Wandel und Wechsel. Sie lebt vom Wettbewerb der Ideen und dem Ringen um die beste Lösung, manchmal auch um den besten Kompromiss.
Meine konkreten Ideen für unsere Stadt haben Sie in den vergangenen Wochen in meinem Programm nachlesen können oder finden Sie natürlich auf www.harzburgkannmehr.de.
Die Welt geht nicht unter, wenn am 26. Mai einer der beiden Kandidaten die Wahl gewinnt. Aber Bad Harzburg bekommt vielleicht die Chance, neue Ideen und Richtungen zuzulassen.
Diese Chance haben Sie und ich gleichermaßen, denn wir können gemeinsam etwas verändern. Wir können ausgetretene Pfade verlassen und zusammen neue Ideen für unsere Stadt entwickeln.
Und wir brauchen diese Ideen, damit wir im Wettbewerb der Regionen und auch innerhalb des Landkreises ganz vorne dabei sind. Wir brauchen verlässliche Kinderbetreuung in jedem Alter, neue und attraktive Wohngebiete, zukunftsweisende Investitionen in Grundschulen, öffentliche Einrichtungen, Sportanlagen und Straßen.
Was gestern noch unmöglich erschien, kann heute gedacht und möglich werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam für unser Bad Harzburg in den nächsten Jahren noch mehr erreichen können. Wenn Sie mit mir daran glauben, dann bitte ich Sie um Ihre Stimme und noch mehr darum, sich künftig in die Entscheidungen einzumischen und mit Rat, Verwaltung und Bürgermeister zu diskutieren, denn nur dann kann Bad Harzburg mehr.

Ihr Thomas Ebert

 

Abrahms: „Mein Programm heißt Bad Harzburg“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Titelverteidiger Ralf Abrahms.
am kommenden Sonntag stelle ich mich erneut als Ihr Bürgermeister zur Wahl. Ich bin gesund und motiviert, parteineutral an der Weiterentwicklung von Bad Harzburg zu arbeiten. Meine persönliche Unabhängigkeit wie auch die von Bad Harzburg sind dabei oberste Maxime. Konkrete Versprechungen mache ich nicht, außer meine ganze Kraft für die Belange unserer Heimatstadt einzusetzen. Diese weist bisher keine Problemstadtteile oder größere soziale Brennpunkte auf. Ich möchte, dass dieses auch in Zukunft so bleibt und Bad Harzburg sich im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten zu einer modernen und attraktiven Wohnstadt entwickelt. Mein Programm heißt schlichtweg „Bad Harzburg“ und auf Plakate, Flyer, Internet, Facebook usw. habe ich verzichtet, das Geld dafür kann man sinnvoller einsetzen. Natürlich ist niemand fehlerfrei, aber Sie alle konnten seit vielen Jahren beobachten, wie ich das Bürgermeisteramt ausfülle. Nun können Sie am Sonntag darüber abstimmen, ob ich meine Arbeit gut gemacht habe und ob ich auch in Zukunft mit der Wahrnehmung der Geschäfte und der Repräsentation von Bad Harzburg beauftragt werden soll. Vor Ihrem Urteil ist mir dabei genauso wenig bange wie um die Zukunft unserer Heimatstadt.

Ihr Ralf Abrahms








Weitere Topthemen aus der Region:
  • Schützenfest
    Das neue Riesenrad dreht sich in diesem Jahr an elf Tagen
    Mehr
  • Lokal-Sport
    So laufen Sie gut durch den Sommer
    Mehr
  • Schladen
    DLRG ruft zum Schlauchboot-Rettungscup
    Mehr
  • Goslar
    Schnelle Projekt-Infos für Smartphone-Nutzer
    Mehr
  • Goslar
    Welche Signale sendet Merkel dieses Mal?
    Mehr