Dienstag, 13.02.2018

Frauen aus aller Welt im Gespräch

Leserbrief
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Bad Harzburg. Anlässlich des Internationalen Frauentags am Donnerstag, 8. März, lädt Bad Harzburgs Gleichstellungsbeauftragte Claudia Juschkat zu einer Veranstaltung ein. Der ersten, die sie in dieser Funktion organisiert. Seit dem 1. Januar ist sie als hauptamtliche Kraft zuständig für Fragen der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Kurstadt.

Die Veranstaltung findet statt ab 15 Uhr im ehemaligen Café Luise und wird von mehreren Schultern getragen. In Kooperation mit dem Verein „Gemeinsam – Flüchtlingshilfe Bad Harzburg“ und dem beim Landkreis angesiedelten Verein „Migration ist Vielfalt“ sei die Realisierung kurzfristig überhaupt erst möglich gewesen, freut sich Claudia Juschkat über die unkomplizierte Unterstützung.

Der Internationale Frauentag solle in diesem Jahr gemeinsam mit Frauen gefeiert werden, die sich hier in Deutschland neu orientieren, kündigt sie an. Bei Kaffee, Tee, Kuchen und einem kleinen Buffet sollen Frauen aus aller Welt ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und sich austauschen. Jede Frau ist willkommen.

Verein stellt sich vor

Der Verein „Gemeinsam – Flüchtlingshilfe Bad Harzburg“ mit Sprecherin Hanna Kopischke stellt seine Arbeit auf der Veranstaltung vor. Zu Gast sind auch Erste Kreisrätin Regine Körner vom Landkreis und Brigitte Harder von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft. Für eine Kinderbetreuung ist von 15 bis 17 Uhr gesorgt. Unterhalten werden die Gäste von jungen Talenten der Oberschule an der Deilich.

Der Internationale Frauentag entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg, als Frauen um Gleichberechtigung und Wahlrecht kämpften. 1977 wurde der 8. März von der UN-Generalversammlung als Internationaler Frauentag anerkannt. Da es seit November 1918 das Wahlrecht für Männer und Frauen gibt, steht der Tag in diesem Jahr auch im Zeichen von 100 Jahren Frauenwahlrecht. Zudem jährt sich zum zehnten Mal der „Equal pay day“ in Deutschland, der „Tag der gleichen Bezahlung“, einer Initiative, die auf die unterschiedliche Entlohnung von Männern und Frauen aufmerksam macht.

Viele Themen

Genug Themen also, über die auf der Veranstaltung in der Herzog-Wilhelm-Straße 92 gesprochen werden können. Eingeladen hat die Gleichstellungsbeauftragte dazu auch zahlreiche Vereine, darunter die Landfrauen und die Frauenhilfen, außerdem Mandatsträgerinnen, Mitarbeiterinnen von Schulen und Kindergärten. Für sie steht der Austausch im Mittelpunkt dieses Nachmittags. Und da der Flüchtlingshilfe-Verein mit im Boot ist, eben auch gerade mit den Einwohnerinnen von Bad Harzburg, die entweder geflüchtet sind oder einen Migrationshintergrund haben. Für Claudia Juschkat, die als Gleichstellungsbeauftragte mit 19,5 Wochenstunden für die Bad Harzburger zuständig ist, gestaltet sich die künftige Arbeit vor allem schwerpunktmäßig. Einen Großteil der Zeit braucht sie für die rathausinternen Aufgaben. Sie ist zuständig für den Personalbereich, beteiligt bei allen Dienstvereinbarungen, Um- und Neubesetzungen, muss außerdem die Ratsvorlagen für die Ausschüsse sichten und die Gremien besuchen.

Da bleibt für Aktionen nicht mehr viel Zeit übrig. Für den Herbst möchte sie aber eine weitere Veranstaltung planen. Ein Vorteil für Claudia Juschkat: Sie kommt aus dem Personalbereich des Rathauses und muss sich hier nicht groß einarbeiten. Vor 18 Jahren, von 1994 bis 2000, war sie als Frauenbeauftragte tätig. „Es hat sich viel entwickelt“, sagt sie. Gerade mit Blick auf Kinderbetreuung, Elterngeld und Elternzeit. Die Beratungsarbeit sei weniger geworden, weil es viele Beratungsstellen gebe. Aber andere Themen seien weiterhin noch da. Zum Beispiel die Gleichbehandlung der Frauen im Rentenalter.







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