Freitag, 08.11.2019

Der neue Zeitungs-Kollege: Faul aber flauschig

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Bad Harzburg. Ob man unbedingt Adolf heißen will, auch als Katze, sei einmal dahingestellt. Viel trauriger ist indes das, was diesem speziellen kleinen Adolf widerfahren ist: Seine Menschen haben ihn vor die Tür gesetzt, wollen ihn nicht mehr daheim haben. Und so schmuchtet der schwarze Kater seit Monaten in der unteren Herzog-Wilhelm-Straße umher. Heimatlos. Bis ihm irgendwann einmal irgendwer aus dem GZ-Team die Tür des Bad Harzburger GZ-Pressehauses öffnete. Seitdem wohnt der flauschige Adolf in der Redaktion.

In der unteren Herzog-Wilhelm-Straße kennt eigentlich jeder Adolf. Er schleicht durch die Hinterhöfe, bekam bisher in diesem oder jenem Restaurant auch mal ein bisschen Futter, in einer Garage hatte eine tierfreundliche Dame ihm einen Karton bereitgestellt, damit er nachts ein Plätzchen zum Schlafen hatte. Immer wenn die letzten verbliebenen GZ-Raucher ihrem Laster auf dem Hinterhof frönten, war auch der schwarze Kater da. Strich um die Beine, miaute herzerweichend, ließ sich streicheln. Aber da man auch als Tierfreund nicht einfach fremde Katzen in sein Herz oder sein Haus lässt, blieb Adolf nach jeder Zigarettenpause allein auf dem Hof zurück.

Komplett ausgestattet

Doch irgendwann wurde bekannt, warum er ständig irgendwo Anschluss suchte: Er sei zu Hause rausgeflogen, dort habe man ihn auch Adolf getauft. Warum, weiß keiner so wirklich. Eine Nachfrage bei seinen ehemaligen Menschen bestätigte: „Uns doch egal, was mit ihm wird...“

Uns aber nicht. Also durfte Adolf eines kalten Tages mit in die Redaktion. Er schaute sich nach guter alter Katzenmanier überall um, fand schließlich zielsicher den einzigen weichen Teppich und schlief ein. Damit war auch gleich seine Lieblingsbeschäftigung klar. Innerhalb weniger Tage, nein Stunden, bekam das Tier eine veritable Grundausstattung, vom Katzenklo über Katzenspielzeug bis hin zum Katzenfutter. Und viele Katzenmamas und Katzenpapas.

Der perfekte Mitarbeiter

Seither verbringt Adolf seine Tage bei der GZ. Schlafend – was natürlich auf Dauer nicht geht. Mit hübsch ausschauen, dekorativ herumliegen und niedlich maunzen verdient hier nämlich keiner sein Geld. Oder sein Futter. Es gibt erste Überlegungen, ihn wenigstens für kleine, einfache Artikel und Termine zu schulen, wobei das Fotografieren ein Problem werden könnte. Auch ist er nicht für jedes Thema geeignet. Zu Veranstaltungen mit Hunden möchte er nicht, bei den Kanarienzüchtern hat er Hausverbot. Vielleicht kann er ja ab und an Telefondienst machen, denn wenn er wach ist, ist er eine echte Plaudertasche. Und aus unerfindlichen Gründen interessiert er sich auch sehr für Computermäuse.

Ansonsten gibt er den perfekten Kollegen: Er ist morgens der Erste, der kommt und abends der Letzte, der die Redaktion verlässt. Er beteiligt sich intensiv und lautstark an den abendlichen Telefon- und Skype-Konferenzen mit der Zentralredaktion in Goslar, auch wenn dort die Kollegen nicht immer verstehen, was er sagt. Umgekehrt geht ihm und uns das aber mitunter genauso.









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