Dienstag, 12.11.2019

Der arme Adolf ist ein freiheitsliebender Moritz

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Bad Harzburg. Ende gut, alles gut: Redaktionskater Adolf hat ein schönes Zuhause. Und einen schönen Namen: Er heißt Moritz. Nach dem GZ-Artikel und weiteren GZ-Recherchen auch mit Unterstützung des Vereins Leben für Tiere hat sich geklärt, dass der arme Kerl gar nicht so arm dran ist.

Moritz ist nicht nur Freigänger, sondern auch Freigeist. Und ein notorischer Fremdgänger und Herzensbrecher. Und so ist er seit Monaten in der unteren Herzog-Wilhelm-Straße unterwegs. Jeder kennt ihn, und irgendwann hat sich die Geschichte um sein vermeintliches Schicksal regelrecht verselbstständigt. Wo genau er hingehörte, wusste niemand, aber jeder erzählte vom armen Adolf.

Nicht als vermisst gemeldet

Nur den Besitzer oder die Besitzerin kannte niemand wirklich. Die GZ hat den Verein Leben für Tiere um Hilfe gebeten. Dort wusste man auch vom Streuner aus der unteren Herzog-Wilhelm-Straße. Er wurde untersucht und es stellte sich heraus, dass er – wie es sich gehört – einen Chip hat. Bei der Organisation „Tasso“ war er registriert – und zwar auf den Namen Moritz. Problem bloß: Tasso rückt die Adresse der Besitzer nicht heraus, und er war auch nicht als vermisst gemeldet. Vielleicht war er also schon längst von einem Besitzer auf den nächsten gewechselt? Und nicht neu registriert worden? Und auf den neuen Namen Adolf getauft?

Versteckt auf dem Hinterhof

Doch als die Nachforschungsmaschinerie gerade in Gefahr war, heißzulaufen, meldete sich das Frauchen von Moritz bei der GZ. Sie wohne in der Herzog-Wilhelm-Straße, versteckt auf einem Hinterhof, selbst wenn man an jeder Haustür klingele „hätte man mich nie gefunden“, sagt sie. Doch nie und nimmer würde sie ihren Kater herzlos vor die Tür setzen. Er sei halt viel unterwegs und sehr kontaktfreudig. Das haben wir hier in der GZ erlebt.

Natürlich soll hier niemandem die Katze weggenommen werden. Und in dem Wissen, dass er ein normales und sicherlich auch gutes Zuhause hat, wird Moritz nun auch nicht mehr bei jedem herzerweichenden Maunzen die Tür zur Redaktion geöffnet. Aber er darf gern – Frauchens Erlaubnis vorausgesetzt – ab und zu mal zum Kaffee kommen…








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