Dienstag, 28.09.2021, 11:28 Uhr

Wettbewerb "Bunt statt Blau": Jugendliche beschäftigen sich mit den Gefahren des Alkoholkonsums

Der Kreativität sind bei dem Plakatwettbewerb keine Grenzen gesetzt.

Bei dem Kunst-Wettbewerb für Jugendliche sammelt die DAK kreative Bilder mit klaren Botschaften gegen Alkohlomissbrauch. Rauschtrinken ist laut dem Versicherer immernoch ein Problem unter jungen Menschen. Die Aktion soll auf die Gefahren von Alkohol aufmerksam machen.

Die nächste Party-Nacht steht an. Um in der geplanten Bar oder der Disco nicht so viel Bezahlen zu müssen, wird zu Hause vorgetrunken. Viel Alkohol in relativ kurzer Zeit. Der Rausch soll eintreten, bevor der eigentliche Abend überhaupt anfängt. Unterwegs wird weiter getrunken und die Nacht scheint kein Ende zu nehmen, genauso wieder Alkohol. Um diese Art von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen vorzubeugen, verleiht die Krankenkasse DAK bereits zum zwölften Mal Preise für die Kampagne „Bunt statt Blau“.

Der Kunst-Wettbewerb richtet sich gegen exzessiven Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen, die innerhalb weniger Stunden so viel trinken, dass sie nicht nur leicht angetrunken sind, sondern einen gefährlichen Vollrausch haben. Bundesweit haben mehr als 110.000 Schüler verschiedene Plakate für den Wettbewerb eingereicht und warten nun auf die Jury-Entscheidung. .

Hintergrund

2018 seien die Fallzahlen an Alkoholvergiftung von Jugendlichen im Alter von zehn bis 15 Jahren um 8,4 Prozent gestiegen. Laut der DAK landen jedes Jahr etwa 22.000 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Daher fordern Experten frühere und intensivere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Nach Angaben des Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) hat die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt.

Bei der Kampagne sucht die DAK kreative Bilder mit klaren Botschaften gegen den Alkoholmissbrauch. Mitmachen können sowohl Einzelteilnehmer, als auch Teams mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Die Kampagne wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und wird im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als positives Beispiel in der Prävention genannt. Nach eigenen Angaben der DAK ist es das erfolgreichste und nachhaltigste Präventionskonzept an Deutschlands Schulen.

Die Gesundheitssenatorin in Berlin Dilek Kalayci äußert sich zur Kampagne: „Alkohol ist eine Droge, die leider sehr unterschätzt wird. Bei übermäßigem Konsum kann sie zu schweren und irreparablen geistigen und körperlichen Schäden führen. Vor allem Kindern und Jugendlichen ist dies oftmals nicht bewusst, das zeigen die Zahlen. Der leichte Zugang zu Alkohol, und der nicht selten leichtfertige Umgang durch Erwachsene stellt eine große Gefahr für sie dar. Deshalb ist Aufklärung zwingend notwendig. Seit nunmehr elf Jahren hilft die Plakatkampagne bunt statt Blau dabei, Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen.“

Meinungen zu Alkohol

In einem Imagevideo melden sich Jugendliche zu Wort und erzählen was sie mit Alkohol verbinden und warum ihnen der Konsum bis zu Besinnungslosigkeit zuwider ist. Eröffnet wird das Video von einer jungen Schülern die sagt: „Ich habe Geschichten gehört, wo Jugendliche komplett betrunken waren und nicht mehr wussten, wo sie sind. Das ist einfach unnötig, meiner Meinung nach.“ Eine andere Schülerin betrachtet Alkohol noch mal unter einem ganz anderen Gesichtspunkt: „Ich finde es muss einfach nicht sein, weil Alkohol keine Probleme löst. Es schadet einfach nur. Es gibt so viele andere schöne Dinge, die man machen kann, anstatt Alkohol zu trinken.“

Der Plakatwettbewerb bekommt auch immer wieder prominente Unterstützung. Sängerin Mandy Grace Capristo saß im achten Jahr des Wettbewerbs in der Jury und bewertete die Plakate. Auch die Band Luxuslärm begleitet das Projekt für mehr Aufklärung über Alkohol bereits seit Jahren.

Die Preise

Wer bei dieser Kampagne mitmacht, kann nicht nur viel lernen und seiner Kreativität freien Lauf lassen, sondern auch etwas gewinnen. Für Bundessieger und -Bundessiegerinnen gibt es ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Der Landessieger oder -Siegerin bekommt insgesamt 300 Euro. Auch Sonderpreise werden verliehen. Wer den ersten Platz für den Instagram-Sonderpreis belegt, darf sich über 300 Euro freuen.

Bei einem weiteren Wettbewerb der DAK – Gesichter für ein gesundes Miteinander – werden Menschen angesprochen, die Ideen zur Prävention und Gesundheitsvorsorge haben. Dabei nennt die DAK einige Beispiele: „Das können spezielle Bewegungsangebote für Kinder oder Senioren sein, eine Schulaktion zur Suchtprävention oder interaktive Anti-Stress-Kurse in Betrieben", heißt es in einer Pressemitteilung.

Für diesen Wettbewerb endet die Bewerbungsfrist am 22. Januar. Im Juni 2022 stehen dann die endgültigen Bundessieger und -Siegerinnen fest.

Janin Ahlemeyer belegte im letzten Jahr den ersten Platz des Plakatwettbewerbs.  Fotos: DAK

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