Freitag, 12.02.2021

Wünsche von Goslarer Jugendlichen für die Zeit nach der Pandemie

Am meisten freuen sich Jugendliche darauf, in Zukunft endlich wieder Zeit in Freundesgruppen zu verbringen. Foto: Pixabay

Goslar. Der Ausbruch der Corona-Pandemie läutete Anfang 2020 für uns alle eine Zeit der Ungewissheit ein. Sie ist so ungewiss, dass wir noch nicht einmal wissen, ab welchem Zeitpunkt wir einander endlich wieder in die Arme fallen und uns unter die Menschenmassen mischen können, wie wir lustig sind – oder, wann wir den allerletzten Mund-Nasen-Schutz jubelnd in die Mülltonne schmettern werden und uns auf ewig von ihm verabschieden. Ganz unabhängig davon, wann das sein wird: Wir wollen uns auf das Positive konzentrieren, das uns bevorsteht. Das, was fehlt, wird ohnehin Tag für Tag präsenter. Junge Goslarer formulieren ihre Wünsche für die Zukunft.

Elena Eilers Segovia, 18. Fotos: Dämgen/ Archiv/Privat

Elena Eilers Segovia , Abiturientin am Christian-von-Dohm Gymnasium, wünscht sich, dass sich der Unterricht für alle Klassenstufen schnell normalisiert. Ihr Herzenswunsch ist es, nach dem Abschluss ein „Work and Travel“-Jahr in Spanien zu machen, um neuen Leuten zu begegnen, den Horizont zu erweitern und den Lernstress hinter sich zu lassen. Inwiefern das möglich sein wird, steht noch aus, die 18-Jährige bleibt aber optimistisch.

Ari Sadoun, ebenfalls Abiturient am Christian-von-Dohm-Gymnasium, freut sich auf eine Zukunft, die Gewissheit und Planungssicherheit bringt. Unbedingt will er neue sportliche Hobbys wagen, sich im Basketball oder Tischtennis ausprobieren. „Und natürlich freue ich mich auch auf Partys und Treffen in größeren Gruppen“, sagt der 19-Jährige.

Auch Niels Albrecht aus dem Abschlussjahrgang des Christian-von-Dohm-Gymnasiums fiebert der Zeit entgegen, in der er sich an Wochenenden ausgiebig mit Freunden treffen, auf Partys gehen und Kneipen besuchen kann. Sozialer Kontakt ist für ihn der wichtigste Ausgleich zum Lernalltag.

Ilka Steffin, 21

Ilka Steffin, Goslarer Studentin an der Uni Bayreuth, freut sich darauf, endlich ihre Großmütter wieder sorgenfrei zu besuchen. „Dann möchte ich auch unbedingt mal wieder innerhalb Europas verreisen, am liebsten in die Alpen für einen Skiurlaub“, sagt die 21-Jährige.

Matthis Fricke vom Werner-von-Siemens-Gymnasium freut sich am meisten auf den routinierten Alltag nach Corona: „Mir ist am wichtigsten, dass man wieder in die Schule gehen und sich in der Freizeit mit Freunden treffen kann“, betont der 13-Jährige.

Annika Bischoff, Abiturientin am Christian-von-Dohm-Gymnasium, liegt die Umwelt sehr am Herzen: „Ich wünsche mir, dass die Natur und das Klima nach der Pandemie nicht gleich wieder durch das normalisierte Leben zerstört werden“, sagt die 19-Jährige.

Auch Robin Hübsch hegt einen ähnlichen Wunsch: „Ich hoffe, dass die Umwelt mehr respektiert wird und die Gesellschaft umweltschonender lebt“, sagt der 20-jährige Goslarer, der zurzeit an der Uni Hildesheim studiert.

Lasse Schröder vom Werner-von-Siemens-Gymnasium freut sich darauf, nach Corona die „coolste Zeit des Lebens“ wieder richtig auszukosten. In zwei Jahren will der 14-Jährige einen Trecker-Führerschein machen.

Marie Schneider, Abiturientin am Christian-von-Dohm-Gymnasium, freut sich darauf, nach dem Lockdown praktische Erfahrung für die berufliche Zukunft zu sammeln: „Ich will ein FWJ machen und ins Labor gehen. Eine Zusage zu bekommen, ist schwierig. Aber ich hoffe, es ändert sich bald.“

Tim Schröder, Auszubildender im VW-Werk Salzgitter, freut sich auf eine Welt, die sich wieder „normalisiert“. Für den Goslarer gehören dazu vor allem Treffen mit Freunden und ein unbeschwertes Lebensgefühl.

Georg Eisenhardt, Abiturient am Christian-von-Dohm-Gymnasium, kann es kaum abwarten, wieder Fußball im SV Rammelsberg zu spielen. Noch mehr als seiner sportlichen Leidenschaft nachzugehen, freut er sich darauf, endlich wieder seine Freunde aus der Mannschaft zu treffen.

Lina Schur, Abiturientin am Christian-von-Dohm-Gymnasium, hofft nach dem Abschluss ein Polizei-Studium ganz ohne Einschränkungen zu absolvieren. „Für die Welt wünsche ich mir, dass wir als Gesellschaft offen bleibt, wenn wir nach Corona wieder zusammen kommen“, betont die 18-Jährige.


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