Dienstag, 28.09.2021, 11:50 Uhr

Verrauchte Räume sind besonders gefährlich für die Gesundheit von Jugendlichen

Rauchen verursacht rund 90 Prozent der Lungenkrebserkrankungen. Foto: Pixabay

Selbst wenn sie nicht rauchen, sind Jugenliche einer erhöhten Gefahr ausgesetzt an Krebs und Atemwegs-Beschwerden zu erkranken, wenn sie in verqualmten Räumen passivrauchen. Davor warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Alkohol und Nikotin gehören in manchen Clubs und Bars scheinbar einfach dazu. Laut des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung liegt die Feinstaubbelastung in Clubs ein Vielfaches über den zugelassenen Grenzwerten. Um mit Freunden Spaß in Clubs zu haben, neben viele Jugendliche diese Belastung in Kauf, obwohl sie ihrer Gesundheit damit nachhaltig schaden.

Besonders Kinder und Jugendliche sind von den Folgen des Passivrauchens betroffen. Dabei steigt laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), besonders das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkankungen und Schlaganfälle bei Erwachsenen. Bei Kindern und Jugendlichen besteht bei einer hohen Passivrauchbelastung die Gefahr, nachhaltige Atemwegsbeschwerden und Asthma zu entwickeln. Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung betont, dass der Rauch von Wasserpfeifen zum Teil sogar giftiger als der von Zigaretten sein kann.

Giftige und krebserregende Stoffe

Die Leiterin des Referats für Suchtprävention der BZgA, Michaela Goecke, sagt über das Rauchen in geschlossenen Räumen: „Etwa jedes siebte Kind im Alter zwischen elf und 17 Jahren hält sich mehrmals pro Woche in verrauchten Räumen auf. Das Risiko für eine Asthmaerkrankung wird dadurch erhöht. Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche regelmäßig aufhalten, sollten im Sinne des Gesundheitsschutzes konsequent rauchfrei gehalten werden. Das gilt besonders für die Wohnbereiche und das Auto.“ Zigarettenrauch beinhaltet viele giftige und krebserregende Stoffe, welche besonders in einem geschlossenen Raum, nicht nur ausschließlich die Raucher zu sich nehmen. Laut des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt es keine ungefährliche Menge der Stoffe, die in einer Zigarette enthalten sind. Jede aktiv oder auch passiv gerauchte Zigarette sei nach dieser Auffassung nachhaltig schädlich für den Raucher und alle Menschen, die diesen Rauch mit einatmen.

Kommentare

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GH

Gerda Hübner

03.10.2021, 12:36 Uhr

Michael Hübner: In einem medizinischen Labor in Bremen z.B. kann man unkompliziert anhand von Haarproben die Passivrauch-Belastung seiner Kinder genau analysieren und messen und sich bestätigen lassen.....

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