Sonntag, 19.09.2021, 09:00 Uhr

These-Antwortspiel zur Bundestagswahl

Wahl O-Mat und Wahltraut können bei der Entscheidungsfindung für die Bundestagswahl behilflich sein. Foto: Screenshot bpb & Wahltraut.de

Nur noch eine Woche bis zur Bundestagswahl - bald muss die Entscheidung fallen, wo die Kreuze auf dem Wahlzettel gemacht werden. Angebote wie der Wahl-O-Mat oder die feministische Variante Wahltraut wollen bei der Entscheidung helfen. Die Junge Szene stellt die Angebote vor.

Am 26. September steht die Bundestagswahl an und viele Menschen sind noch unentschlossen, welche Partei sie wählen sollen. Informationen über die Wahlen können durch unterschiedliche Angebote beschaffen werden. Um sich einen Überblick über die verschiedenen Themen und insbesondere die großen fünf Parteien zu verschaffen, hat die Junge Szene das Angebot des Wahl-O-Mat und des feministischen Pendants Wahltraut genutzt, und die Ergebnisse verglichen.

Wahl-O-Mat

Beim Wahl-O-Mat werden insgesamt 38 Thesen vorgestellt. Diesen kann man entweder zustimmen, nicht zustimmen oder als neutral bewerten. Es gibt auch die Möglichkeit, eine These zu überspringen. Nach der Stellungnahme zu den Thesen wertet der Wahl-O-Mat die Antworten aus und es wird prozentual angezeigt, welche Partei den individuellen Ansichten am nächsten kommt.

Besonders für Erstwähler könnte der Wahl-O-Mat Orientierung bei der ersten Bundestagswahl geben. Die Thesen werden laut der Bundeszentrale für politische Bildung von Jungwählern und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Journalismus sowie Bildung formuliert. Alle Jungwähler zwischen 18 und

26 Jahren können sich bei der Wahl-O-Mat-Redaktion bewerben und vielleicht bei der nächsten Wahl die Thesen mitformulieren.

Wahltraut

Wahltraut ist das feministische Pendant zum Wahl-O-Mat. Wahltraut beschäftigt sich überwiegend mit Themen wie Gleichberechtigung, Antisemitismus und Inklusion. Anders als beim Wahl-O-Mat werden bei der feministischen Version nur 32 Thesen vorgestellt.

Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt von der stellvertretenden ASF– Bundesvorsitzenden (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) Sally Lisa Starken. Laut Starken wurden besonders Frauen in der Corona-Krise strukturell benachteiligt. Daher startete sie eine Unterschriftenaktion und sammelte 8000 Unterschriften für mehr Gleichberechtigung.

„Nun fordern wir, dass endlich Veränderungen folgen und der nächste Bundestag mit Kandidatinnen und Kandidaten besetzt wird, die für feministische Forderungen einstehen“, schreibt Starke auf ihrer Internetseite. Laut eigenen Angaben haben schon mehr als 100.000 Menschen das feministische Angebot genutzt.

Bei dem Selbsttest der Jungen Szene fällt auf, dass sich die Ergebnisse vom Wahl-O-Mat und von Wahltraut nicht nur ein bisschen ähneln, sondern fast auf die letzte Nachkommastelle der Prozentpunkte übereinstimmen.


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