Goslar. Die Schülervertretung (SV) der BBS 1 Goslar – Am Stadtgarten wusste bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn in der Ukraine: „Wir müssen etwas tun.“ Nach einigen Überlegungen, wie den Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten am Besten geholfen werden kann, verwarfen sie ihre erste Idee mehrerer Sachspenden und konzentrierten sich darauf, so viel Geld wie möglich für die Ukrainer zu sammeln.

Im Zuge dessen haben sich die Schülerinnen und Schüler überlegt, eine große Tombola in der Schule zu veranstalten. Dazu haben sie einen Brief geschrieben und diesen bei vielen Geschäften und Unternehmen in Goslar verteilt, um Preise für ihre Tombola zu bekommen. „Die Resonanz war riesig“, berichtet SV-Beratungslehrerin Eileen Hepner.

Die ersten Lose wurden für einen Euro pro Stück am gestrigen Freitag verkauft. Weit über 1000 Preise warten bereits zu diesem Zeitpunkt auf die Jugendlichen der BBS 1. Nach den Osterferien soll die Tombola weitergeführt werden. Durch die extreme Spendenbereitschaft bekommen die Organisatoren in den nächsten Tagen noch weitere Preise zugeschickt.

Durch die Vielzahl der gespendeten Dinge ist es sogar möglich, dass bei dieser besonderen Tombola niemand leer ausgeht. Selbst für eine Niete bekommt man entweder einen Schlüsselanhänger oder einen Kugelschreiber geschenkt.

Eine Sache der Menschlichkeit

Die Organisation war laut den Schülerinnen und Schülern sowie Hepner und dem Schulleiter der BBS 1, Oliver Witzorky, extrem aufwendig. Dennoch sagen die Jugendlichen, das es für sie selbstverständlich und eine Sache der Menschlichkeit ist, zu helfen, wo sie nur können. In ihrem Brief, den sie an viele Läden in Goslar verteilt haben, schreiben die Jugendlichen: „Uns geht der Krieg mitten in Europa sehr zu Herzen und wir wollen gern ein Zeichen für Frieden setzen.“

Der Erlös aus der Tombola geht zu 100 Prozent an eine wohltätige Organisation. Bisher ist der Plan, das Geld an „Aktion Deutschland hilft“ zu spenden. Durch die bevorstehende Prüfungsphase nach den Osterferien und wegen der Corona-Pandemie werden die Lose zunächst nur in der Schule verkauft. Dennoch dürfen Außenstehende Schülerinnen und Schülern der BBS Geld mitgegeben, damit diese in deren Auftrag Lose kaufen.

Mögliche Preise

Unter den zu gewinnenden Preisen sind echte Schätze dabei. Beispielsweise hat das Mönchehaus ein handsigniertes Bild gespendet. Das Zinnfigurenmuseum hat Eintrittskarten zur Verfügung gestellt und auch Gutscheine, entweder für Einkäufe in der Goslarer Innenstadt oder vom Harzer Schnitzelkönig können ergattert werden. ao