Dienstag, 02.11.2021, 12:30 Uhr

Nachhaltigkeit im Studentenalltag

Der Verzicht auf Plastik und Einwegprodukte ist ein wesentlicher Bestandteil für ein nachhaltigeres und umweltfreundlicheres Leben. Foto Screenshot Instagram: show.your.protest

Klima- und Umweltschutz ist ein Thema, welches zunehmend wichtiger wird. Damit auch Jugendliche noch lange etwas von einer gesunden Welt haben, ist es allerhöchste Zeit, dass jeder versucht, verstärkt auf seien ökologischen Fußabdruck zu achten.

Nachhaltigkeit wird in vielen Köpfen mit den Worten „teuer“ und „aufwendig“ verbunden. Doch Nachhaltigkeit muss keines von beiden sein. Mit ein paar Tipps und Tricks ist es ganz einfach, nachhaltiger zu leben und dabei sogar noch Geld zu sparen. Die Junge-Szene hat sich auf die Spuren eines umweltfreundlicheren Lebens begeben und gerade für Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten ein paar Möglichkeiten zusammengefasst, wie jeder ganz einfach etwas für die Umwelt tun kann.

Warum nachhaltig?

Wer nachhaltiger Leben und etwas an seinem Konsumverhalten verändern möchte, sollte sich zunächst einmal fragen, was genau im Alltag verändert werden kann, um Ressourcen und die Umwelt zu schonen. Dabei kann mit Kleinigkeiten begonnen werden, wie zum Beispiel die Frage, ob dieses Buch unbedingt neu gekauft werden muss, oder ob es mit von jemandem ausgeliehen oder gebraucht abgekauft werden kann. Muss für diese Strecke wirklich das Auto genommen werden, oder ist es auch möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, oder dem Fahrrad zu fahren? Wer sich solche Fragen in seinem Alltag bewusst stellt und dem auch nachgeht, ist einem klimafreundlicheren Leben schon ein Stück näher gekommen.

Doch warum ist Nachhaltigkeit so wichtig? Die heutigen Umwelt- und Klimaprobleme sind auf den Menschen zurückzuführen. Das bedeutet, dass auch nur der Mensch diese wieder durch ein nachhaltiges und klimafreundliches Leben lösen kann. Das Deutsche Klima Konsortium (DKK) sagt dazu: „Ohne die menschliche Aktivität, insbesondere die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, lassen sich die beobachteten Veränderungen im Klimasystem nicht erklären.“ Gerade der jungen Generation ist eine gesunde Umwelt wichtig, und mit diesen Tipps kann jeder ganz einfach etwas dafür tun.

Wer auf den Vintage-Stil der 90er Jahre steht, wird in der DRK-Kleiderecke mit Sicherheit fündig. Foto: Otte

Second-Hand statt neu

Egal ob tauschen, leihen, Second-Hand shoppen oder bewusster und nachhaltiger einkaufen. In der Modebranche locken manche Läden mit sehr preisgünstiger Kleidung. Diese sind allerdings oft nicht fair produziert und mit giftigen Chemikalien bearbeitet worden. Wer auf diese Produkte in Zukunft keinen Wert legt, braucht aber nicht zwangsläufig auf neue Kleidung zu verzichten. Besonders in Großstätten sind Second-Hand-Shops bereits allgegenwärtig. Aber auch in Goslar kann Second-Hand geshoppt werden. Die DRK-Kleiderecke bietet sowohl Herren-, Damen- als auch Kinderkleidung sowie Schuhe an. Die Sachspenden sind laut des DRK hochwertig, gut erhalten und sauber. Durch diese Art des Shoppings haben die Kleidungsstücke ein längeres Leben und es werden keine neuen Ressourcen benötigt.

Putzmittel selber machen

Viele Studentinnen und Studenten ziehen für ihr Studium von zu Hause aus, in ihre erste eigene Wohnung. Doch der neue Lebensabschnitt bringt nicht nur ungewohnte Freiheiten, sondern auch ungewohnte Pflichten mit sich. Putzen, kochen und sich selbst versorgen. Das steht bei manchen Studienanfängern ganz neu auf dem Plan. Bei diesen Dingen kann sich jeder Studierende in der neuen Wohnung auch gleich neue, nachhaltige Gewohnheiten aneignen.

Beispielsweise muss in der Drogerie nicht immer neues Putzmittel in Plastikverpackungen gekauft werden. Es gibt einfache Möglichkeiten, zu Hause sein eigenes Putzmittel herzustellen. Dies spart nicht nur Plastik, sondern schont gleichzeitig auch den Geldbeutel.

Laut Utopia eignen sich statt Entkaltungstabs für die Kaffeemaschine oder den Wasserkocher auch Haushaltsmittel wie zum Beispiel Essigessenz und Zitronensäure. Diese beiden Produkte können allerdings noch viel mehr, denn daraus lässt sich auch ganz einfach Allzweck- oder auch WC-Reiniger mischen. Soda kombiniert mit Zitronensäure, Kernseife und Wasser kann laut den Tipps von Utopia das herkömmliche Waschmittel ersetzten.

Spülmittel kann mithilfe von Soda und Natron hergestellt werden. Diese Mischung eignet sich auch als Ersatz für Spülmaschinentabs. Dazu werden nur 100 Gramm Natron, Zitronensäure und 200 Gramm Soda benötigt.

Bewusster einkaufen

Auch in der Küche, und insbesondere im Supermarkt kann auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Die beiden Schlüsselbegriffe dabei sind regional und saisonal. Bei dem Kauf von regionalen Produkten wird nämlich nicht nur die Landwirtschaft unterstützt, auch die Transportwege von Lebensmitteln können dadurch eingespart werden. Auf die Saison einzelner Lebensmittel zu achten, ist wichtig, da auch hier auf den Transport aus dem Ausland oder auf künstliche Wärmezufuhr verzichtet werden kann. Beispielsweise sollten im Winter keine Beeren gekauft werden, da es in Deutschland um diese Jahreszeit unmöglich ist, diese natürlich anzubauen. Das heißt, sie kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Ausland und werden mit langen Transportwegen in die Supermärkte befördert.

Frisches Obst und Gemüse lässt sich regional, saisonal und ohne Plastikverpackungen auf Wochenmärkten in der Stadt, oder in sogenannten Unverpacktläden einkaufen.


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