Montag, 07.06.2021, 19:00 Uhr

Mit wenigen Klicks zum Wunschartikel

Weg von der Fast-Fashion: In den vergangenen Jahren hat der Second-Hand-Handel deutlich an Fahrt aufgenommen. Allein die Plattform „Vinted“ zählt mittlerweile über 45 Millionen Mitglieder. Foto: Unsplash

Der Sommer weckt die Lust auf neue, frische Looks. Wer seinen Kleiderschrank trotz kleinem Geldbeutel um neue Lieblingsstücke erweitern oder gleich generalüberholen möchte, kann sich auf Second-Hand-Plattformen austoben. Da Rückgaben bis auf einige Ausnahmen nicht möglich sind, sollte man dabei sicher gehen, dass der beschriebene Artikel auch wirklich in gutem Zustand ist und passt. Aber wie funktioniert das ohne Anprobe?

Der Sommer weckt die Lust auf neue, frische Looks. Wer seinen Kleiderschrank trotz kleinem Geldbeutel um neue Lieblingsstücke erweitern oder gleich generalüberholen möchte, kann sich auf Second-Hand-Plattformen austoben. Da Rückgaben bis auf einige Ausnahmen nicht möglich sind, sollte man dabei sicher gehen, dass der beschriebene Artikel auch wirklich in gutem Zustand ist und passt. Aber wie funktioniert das ohne Anprobe?

Der Grundsatz, auf dem alle Second-Hand-Shopping-Regeln basieren, lautet, Impulskäufe zu vermeiden. Schließlich versuchen Nutzerinnern und Nutzer genau deshalb, ihre kaum getragenen Kleidungsstücke oder sogar Teile, an denen noch das Etikett hängt, auf den verschiedenen Plattformen zu verkaufen. Ist ein gewünschter Artikel schnell vergriffen, sollte man daraus nicht den Schluss ziehen, beim nächsten Mal eher zu kaufen. Jeden Tag gehen auf den unzähligen Second-Hand-Portalen wiederum unzählige neue Artikel online – irgendwann wird man auf seine Kosten kommen. Auch, wenn die hübsche Tasche oder die lässigen Jeans noch so gut zur neuen Bluse gepasst hätten.

Die richtige Größe finden

Das komplizierteste und nervigste Thema, auf das man beim Second-Hand-Shopping stößt, ist das der Größe und Passform. Shoppingvesierte wissen, dass eine 38 nicht zwingend eine 38 sein muss, denn Größenangaben variieren von Hersteller zu Hersteller. Größentabellen im Internet sind der beste Ratgeber, wenn es darum geht, die richtige Größe zu ermitteln. Auch der Schnitt der jeweiligen Kleidungsstücke sollte unbedingt berücksichtigt werden.

Falls die Beschreibung dazu keine Information liefert, sollte man nicht scheuen, im Chat nachzufragen. Auch Tragefotos können dabei helfen, einzuschätzen, wie die Kleidung an der eigenen Haut anliegen würde. Die meisten Verkäufer schicken sie erst auf Anfrage. Das ist gar nicht mal so schlecht, denn so wird man noch vor dem Kaufgespräch miteinander warm.

Geht es um die Kommunikation mit dem Verkäufer, ist immer das Bauchgefühl gefragt. Fühlt man sich unter Druck gesetzt, weicht er oder sie Fragen aus oder ist unhöflich, sollte man Abstand gewinnen und sich fragen, ob man dieser Person wirklich sein Geld anvertrauen will. So freundlich und vertrauenswürdig andere wiederum im Chat auch klingen: Bewertungen, die andere Nutzerinnen und Nutzer dem Verkäufer hinterlassen haben, sollten immer das bessere Argument für einen Kauf sein. Gerade teurere Artikel sollte man nicht von einem unbewerteten und schon gar nicht von einem schlecht bewerteten Account kaufen.

Regeln aufstellen

Seine Prioritäten kann man in eigenen Shopping-Regeln festhalten: Zum Beispiel, dass man nie von jemandem kauft, der keine Bewertungen hat, nie über ein gewisses Budget hinaus geht – oder auch nie einen Rock kauft, weil man weiß, dass man grundsätzlich Probleme damit hat, den passenden zu finden. Falls das gekaufte Teil trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht passt und sich in keiner erdenklichen Art und Weise zu einem coolen Look kombinieren lässt, kann man natürlich auch selbst zum Verkäufer werden.

Letztlich macht nur Übung den Second-Hand-Shopping-Meister. Das Fingerspitzengefühl, das einen zum richtigen Kauf verleitet, braucht Zeit, bis es sich entwickelt. Wobei selbst erfahrene Käufer vor Fehlgriffen nie ganz geschützt sind.


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