Montag, 26.04.2021, 10:00 Uhr

Müll mit Magneten aus dem Meer fischen

Viele Strände sind verschmutzt, weil der Plastikmüll, der im Meer landet, oft wieder angespült wird. Foto: Pixabay

Plastikmüll im Meer gefährdet unsere Umwelt. Besonders das winzige Mikroplastik ist dabei ein großes Problem: Es ist sehr langlebig und nur schwer aus dem Wasser zu entfernen. Ein Forscherteam aus Franken hat jetzt ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Magnet den feinen Müll aus dem Wasser fischt.

 

Mikroplastik entsteht durch die langsame Abreibung von Plastikmüll in der Umwelt. Es ist winzig klein, sogar kleiner als ein Mikrometer, und hat sich bereits bis in entfernte Regionen wie die Antarktis und die Tiefsee verbreitet. Das ist sehr problematisch, weil sich Mikroplastik nicht zersetzt, sondern mit der Zeit einfach immer kleiner wird. Dann können sie auch leicht in Körperzellen eindringen.

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben winzige Eisenoxid-Partikel entwickelt, die sich an die Oberfläche der Plastikpartikel binden. Im Wasser verkleben dabei alle Partikel zu einem größeren Gebilde, das durch seinen hohen Anteil an Eisenoxid mit starken Magneten letztlich eingesammelt und aus Wasser entfernt werden kann. däm


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