Samstag, 23.10.2021, 16:00 Uhr

Kürbisse - Mehr als nur Halloween-Dekoration

Seit jeher ein beliebtes Nahrungsmittel und auch hierzulande in zunehmender Vielfalt zu haben; Kürbisse haben momentan Saison. Fotos: Pixabay

Saisonal, oft aus regionalem Anbau, gesund und auch noch verdammt lecker – Kürbisse haben im Herbst absolute Hochsaison, sind auf dem Wochenmarkt und in Supermärkten meist günstig zu haben und landen inzwischen vielerorts gerne auf den Tellern.

Auch, wenn die Vielfalt an Kürbis-Sorten in den Supermärkten eine recht moderne Entwicklung ist, der Blick in die Geschichte zeigt: Kürbisse sind für die Menschheit schon immer eine gute Nahrungsquelle gewesen. Schon vor rund 10.000 Jahren sollen Menschen in Südamerika die Pflanzen angebaut und ihre Früchte gegessen haben. In Europa sind die häufig orangefarbenen, je nach Sorte aber grünen oder ganz bunten Kugeln bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt und spätestens seit dem Überschwappen der US-amerikanischen Halloween-Tradition auch als Dekoration zunehmend bekannt und beliebt. Die Junge-Szene-Redaktion macht drei Rezeptvorschläge:

 

Kürbismarmelade mit Gewürzen

Zutaten:

  • 750 Gramm Hokkaido-Kürbis
  • 250 Gramm Gelierzucker (3:1)
  • 2 Orangen
  • 1 Zitrone
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelken (gemahlen)
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Prise Anis
  • 1 TL Vanillearoma

Und so geht‘s:

Mit der Kürbismarmelade kann man den Herbst-Geschmack auch den Winter über haltbar machen.

Den Kürbis in sehr kleine Würfel schneiden (ca. 1 Zentimeter), Orangen und Zitrone halbieren und den Saft herauspressen. Gewürze in einem Topf kurz anrösten, dann die Kürbisstücke und den Zitronen- und Orangensaft hinzugeben. Alles zugedeckt köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Sobald er so weit ist, Kürbis zerstampfen oder pürieren – je nachdem, ob die Marmelade stückiger oder cremiger werden soll. Den Gelierzucker hinzugeben und noch einmal alles aufkochen.

Bei geringer Hitze etwa fünf Minuten aufkochen – dann die Gelierprobe machen. Wenn die Masse nach ein bis zwei Minuten Abkühlzeit fest wird, ist die Marmelade fertig. Ist sie noch zu flüssig, die Masse weiter kochen lassen und die Gelierprobe wiederholen. Sollte die Marmelade nach der ersten Gelierprobe bereits zu fest werden, kann mit etwas Wasser nachgeholfen werden.

 

Kürbissuppe mit Kartoffeln und Ingwer (für 8 Portionen)

Zutaten:

  • 1kg Kürbis (Hokkaido/Butternut)
  • 100 g Kartoffeln
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chillischote
  • 40g Butter
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 200 ml Sahne
  • 1 EL Kürbiskernöl

Und so geht‘s:

Ein Klassiker: die wärmende Kürbissuppe an kalten Herbsttagen.

Den Kürbis schälen (Tipp: vorher ca. 30 Minuten bei 150 Grad in den Backofen, dann schält es sich gleich leichter), entkernen und in große Würfel schneiden. Auch Kartoffeln und Ingwer schälen und würfeln. Chilischote (nur, wer es schärfer mag) nach Belieben entkernen und feinhacken. Butter im Topf erhitzen, Zwiebel darin glasig anbraten. Kürbis, Kartoffeln, Chilischote und Ingwer darin anschwitzen, Gemüsebrühe zugießen.

Das Ganze mit Salz und Cayennepfeffer würzen (nicht zu viel, besser nachwürzen) und dann alles circa 15 Minuten weich kochen. Danach Zitronensaft und Sahne unterrühren und Kürbissuppe pürieren. Zum Schluss alles noch einmal abschmecken. In Tellern serviert man die Suppe mit ein paar Klecksen Kürbiskernöl.

Auch nach zwei Tagen kann man das Gericht (im Kühlschrank aufbewahren!) noch genießen. Guten Appetit!

Pumpkin Spice Latte

Zutaten:

  • 1 Espresso
  • 1 Tasse Milch, etwa 200 ml
  • 1 TL Kürbispüree
  • 2 TL Zimtpulver
  • 1TL Ingwerpuler
  • 1/2 TL gemahlener Piment
  • 1/2 TLMuskatnuss
  • Agavendicksaft

Und so geht‘s:

Alle vier Gewürze in einem Gefäß mit Deckel verschließen und schütteln — damit ist das Pumkin-Spice-Gewürz bereits fertig. Das gibt es aber auch fertig im Supermarkt zu kaufen. Für das Getränk Milch aufschäumen, Espresso machen. Einen Teelöffel der fertigen Gewürzmischung mit dem Agavendicksaft und dem Kürbispüree (gibt es auch im Glas zu kaufen) in Glas oder Tasse anrühren. Mit der heißen und geschäumten Milch aufgießen. Dann den Espresso dazu. Schmeckt wie bei den großen Kaffeehausketten und kann zur nahenden Weihnachtszeit auch mit Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz Mittrinker beeindrucken.jlz

Nachhaltigkeits-Tipp: Bei Kürbissen, deren Schale man mitessen kann (z.B. Hokkaido), kann man in der Regel alle Teile verwerten. Einfach die Kerne aus den glibberigen Fäden im Inneren der Frucht heraus sammeln. Die Fäden lassen sich in einer Suppe einfach mitpürieren und bringen zusätzliches Aroma. Die Kerne schmecken mit etwas Öl und Salz im Ofen geröstet als Suppeneinlage – Zero Waste.


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