Auslandsaufenthalte wieder möglich

Viele träumen von der weiten Welt und möchten gerne fremde Länder und Sitten kennenlernen. Ein Gap Year kann den Traum erfüllen. Fotos: Pixabay

Braunschweig. Nach rund eineinhalb Jahren ist es für Schülerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten wieder möglich, ins Ausland zu reisen. Andere Menschen und ihre Kultur kennenlernen, eine neue Sprache lernen und Erfahrungen für das weitere Leben sammeln. All das ermöglichen organisierte Auslandaufenthalte.

Die „Auf in die Welt“-Messe in Braunschweig informiert junge Menschen über verschiedene Möglichkeiten, selbstständig Erfahrungen im Ausland zu machen. Entweder während oder nach der Schule. Für Studenten gibt es auch die Möglichkeit, nach einem abgeschlossenen Studium die Welt zu erkunden. Da es oft nicht einfach ist, eine seriöse Organisation zu finden, welche Auslandaufenthalte wie zum Beispiel ein Gap Year, Schüleraustausch, Auslandsjahr oder Au Pair anbieten, hilft die Messe in Braunschweig bei der Suche. Folgende Themen werden bei der „Auf in die Welt“-Messe besonders berücksichtigt: die Vorstellung seriöser Austausch-Organisationen und Sprachreiseanbieter, Auslandaufenthalte während und nach der Schulzeit und was 2022 trotz Corona möglich sein wird. Auch Finanzierungsmöglichkeiten sowie Stipendien werden vorgestellt.

In die USA zieht es viele Schülerinnen und Schüler. Foto: Stiftung Völkerverständigung

Nach langer Zeit zu Hause haben viele Jugendliche Fernweh. Sie möchten hinaus in die Welt. Laut der Deutschen Stiftung für Völkerverständigung wächst das Interesse an Auslandsaufenthalten ab der achten Klasse. Besonders beliebte Ziele sind die USA und Kanada. Die Vorstellung, eine echte amerikanische Highschool besuchen zu können, lockt jedes Jahr neugierige Schülerinnen und Schüler. Es gibt allerdings ein weitaus größeres Angebot als nur die USA.

Wichtige Fragen klären

Zwischen mehr als 50 Ländern können weltoffene Jugendliche ihren Auslandaufenthalt wählen. Um das passende Land für jeden zu finden, sollten sich allerdings zuerst einige Fragen gestellt werden. Wann genau soll der Auslandsaufenthalt stattfinden? Der Schüleraustausch ist laut der Stiftung für Völkerverständigung einer der intensivsten Erfahrungen. Er ist allerdings nur während der schulischen Laufbahn möglich. Au Pair, Work and Travel oder ein Gap Year hingegen sind auch nach der Schule oder dem Studium machbar. Ein weiteres Kriterium bei der Länderwahl ist die Sprache. Welche Sprache weckt besonderes Interesse oder soll im jeweiligen Land verbessert werden?

Die Koffer sind gepackt, die Reise kann beginnen.

Die letzte große Frage beschäftigt sich mit der Finanzierung. Dabei können entweder Stipendien oder staatliche Finanzierungshilfen ein Teil der anfallenden Kosten decken. Um diese Fragen klären zu können, empfiehlt die Deutsche Stiftung für Völkerverständigung, sich so früh wie möglich mit dem Thema Auslandsaufenthalt auseinanderzusetzen.

Messe-Termin

Die „Auf in die Welt“-Messe findet am 13. November in der Christophorusschule im CJD Braunschweig statt. Diese befindet sich in der Georg-Westermann-Allee 76. Zwischen 10 und 16 Uhr kann die Spezialmesse besucht werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet unter Berücksichtigung der 3G-Regel statt.

Alle die sich im Vorfeld schon über einen Schüleraustausch informieren möchten, können folgende Internetseiten der Stiftung besuchen: www.aufindiewelt.de/webinar oder www.aufindiewelt.de/kurs.

Gap Year

Unter einem Schüleraustausch oder einer Sprachreise können sich die meisten Menschen etwas vorstellen. Doch was hat es eigentlich mit dem Gap Year auf sich? Gap Year heißt übersetzt „Lückenjahr“. Hinter diesem kurzen Begriff verstecken sich allerdings viele verschiedene Möglichkeiten. Normalerweise wird ein Gap Year gestartet, sobald ein Lebensabschnitt abgeschlossen wurde, und bevor der nächste Abschnitt beginnt. Das sogenannte „Lückenjahr“ dient dazu, beispielsweise nach dem Studium etwas Neues zu erleben, bevor entweder das Masterstudium oder das Berufsleben beginnt. Das Gap Year bezieht sich aber nicht auf eine bestimmte Tätigkeit. Diese Zeit kann ganz individuell gestaltet werden. Es kann ein Auslandaufenthalt sein, ein Praktikum (welches vielleicht überhaupt nichts mit dem abgeschlossenen Studium zu tun hat) oder auch Backpacking. Ein Gap Year ist also die Zeit zwischen zwei Lebensabschnitten, in denen neue Erfahrungen gesammelt und die Welt erkundet werden kann. Ein sinnvoll genutztes Gap Year wird von zukünftigen Arbeitgebern oft gerne im Lebenslauf gesehen. Ein Jahr lang auf der Couch sitzen und nichts tun zählt übrigens nicht zum Gap Year.

Au-Pair

Während eines Gap Years kann beispielsweise als Au-Pair die Welt, Kulturen und verschiedene Lebensweisen erkundet werden. Au-Pair ist Französisch und bedeutet übersetzt „auf Gegenseitigkeit“. Als Au-Pair-Junge oder als Au-Pair-Mädchen ist es üblich, während des Auslandaufenthalts in einer Gastfamilie zu leben. Das Au-Pair unterstützt die Gastfamilie bei den alltäglichen Haushaltsaufgaben und hilft bei der Kinderbetreuung – als Gegenleistung soll die Gastfamilie ihren jeweiligen Au-Pair-Besuch richtig in die Familie integrieren.

Laut des Programms „Multikultur“ stellt die Gastfamilie die Unterkunft, Verpflegung und ein Taschengeld zur Verfügung. Daher ist das Au-Pair Programm eine kostengünstige Möglichkeit, Zeit im Ausland zu verbringen. Neue Lebensweisen, Routinen und Sprachen können kaum besser kennengelernt werden, als in einer Familie, die in dieser Kultur lebt.

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