Montag, 13.11.2017

Ziegen-Attacke im Zoo

Leserbrief
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Zweieinhalb freie Wochen liegen hinter mir, und ich kann nicht behaupten, dass mein Urlaub langweilig war. Die Abenteuer begannen direkt am ersten Wochenende, als meine Eltern, meine Schwester, ihr Freund und ich zu einem Kurzurlaub aufbrachen.

Unser Ziel war Kiel, denn wir besuchten endlich wieder einmal gemeinsam unsere Verwandtschaft oben im Norden. Doch obwohl wir schon seit fünf Jahren nicht mehr dort waren, war es trotzdem genauso wie früher. Deswegen habe ich auch immer noch den Ruf weg, überall Chaos zu verbreiten: Bei meiner Familie bin ich bekannt dafür, Gläser umzukippen oder andere Dinge versehentlich fallen zu lassen – im Endeffekt warten alle schon immer darauf, dass mir irgendein Missgeschick passiert.

Doch ganz bescheiden muss ich zugeben, dass ich dieses Mal nicht für das Durcheinander verantwortlich war: Stattdessen hatte ich anscheinend den Rest meiner Familie, mit meiner Ungeschicktheit angesteckt: Plötzlich schmissen alle um mich herum Dinge um, verkippten Getränke und verbreiteten Unordnung. Es war mal eine ziemlich angenehme Abwechslung, ausnahmsweise nicht die Quelle des Chaos zu sein.

Ganz unchaotisch ging das Wochenende allerdings nicht vorüber. Während unseres Kurzurlaubs besuchten wir nämlich noch einen Zoo, in dem ich einen Zusammenstoß der tierischen Art hatte. Doch weder war es der Lemur auf meiner Schulter, noch das Känguru, das ich streichelte, die sich durch mich provoziert fühlten – sondern eine ganz gewöhnliche Hausziege. Die fand nämlich, dass meine Hand ziemlich lecker aussah, und biss direkt einmal hinein. Meine Familie fand das natürlich lustig, immerhin machte ich so meinen Ruf doch noch alle Ehre. Ohne Missgeschicke geht es bei mir anscheinend nicht, allerdings hatte der Vorfall auch sein Gutes: So habe ich wenigstens daran gedacht, dass ich meine Tetanus-Impfung wieder auffrischen sollte.



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