Montag, 07.10.2019

Sind drei einer zu viel?

Leserbrief
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Weniger allein, dafür ziemlich nah an vollständig. So fühlen sich Rosa und Frank, als sie sich im Urlaub in Australien kennenlernen. Voller Schmetterlinge im Bauch und Abenteuer im Kopf mieten die beiden spontan einen alten Camper und lernen das Land weiter kennen. Eine perfekte, wildromantische Begegnung – bis Franks bester Freund David hinzukommt. Der eine nachdenklich mit schiefem Grinsen, der andere laut, fröhlich, übersprudelnd. Und dazwischen Rosa. Wie wird das Abenteuer weitergehen?

Wer träumt nicht davon, nach der Schule, mit knapp 18 Jahren, erst mal eine Weile zu reisen, bevor der richtige Ernst des Lebens anfängt. Autorin Anne Freytag nimmt uns mit auf einen solchen Trip. Gekonnt ruft sie zwischen ihren Seiten dieses besondere Gefühl von Freiheit hervor. Unbeschwertheit, Glück, Exotik, Sonne, gute Laune, Freundschaft, ein Hauch Erotik und jede Menge große Gefühle – ein Buch, das uns den Sommer zurückholt und uns unterm endlosen Sternenzelt mit am Lagerfeuer sitzen lässt. Abgesehen davon hat Freytag bereits bewiesen, dass sie mit großen, verwirrenden, emotionalen Stürmen jonglieren kann – ganz ohne erhobenen Zeigefinger, wie zum Beispiel in ihrem Buch „Den Mund voll ungesagter Dinge“. Auch diese Geschichte ist wieder ein Lesevergnügen, das uns schwerelos, verträumt und voller Glücksgefühle zurücklässt. Ein Buch wie eine laue Sommernacht, von der man wünscht, sie möge nie enden.

„Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ von Anne Freytag, 416 Seiten, ab 14 Jahre, Verlag Heyne fliegt, 16 Euro (HC).








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