Freitag, 04.12.2020

Rezension zu „Penn & Teller: Fool Us“

Leserbrief

Wieder einmal hat uns das Coronavirus dazu verdammt, den Großteil unserer Freizeit zu Hause zu hocken. Doch mit Blick auf die Chance, jetzt den besten Serienmarathon aller Zeiten zu starten, ist das Glas gleich wieder halb voll statt halb leer. Die Junge Szene präsentiert deswegen ältere Serien, mit denen der „Lockdown light“ zum Vergnügen wird. Heute stellen wir euch „Penn & Teller: Fool Us“, einen Serienklassiker aus Großbritannien, vor.

Worum geht es? Welcher Magier schafft es, selbst gestandene Profis mit seinen Tricks hinters Licht zu führen? Dieser Frage widmet sich das US-amerikanische Magierduo „Penn & Teller“ in ihrer Talentshow „Fool Us“ seit mehr als sieben Staffeln. In jeder Episode geben Zauberkünstler aus aller Welt ihre erfolgreichsten Tricks zum Besten, die von eleganten Kartentricks über Schwebe-Illusionen bis hin zu Zauberkunststücken mit Tablet und Smartphone reichen.

Können die Profis sich nicht erklären, wie ein Trick funktioniert, verlautet Penn: „You have fooled us!“ – nicht nur ein Ritterschlag von den mitunter besten Magiern der Gegenwart, sondern auch eine Eintrittskarte für einen eigenen Auftritt als Opening Act in der Las Vegas-Show von Penn und Teller.

Warum schauen? So unterschiedlich die Magier ticken, so vielseitig inszenieren sie auch ihre Auftritte. Jeder Zaubertrick ist in eine unterhaltsame Geschichte gehüllt und fesselt den Zuschauer gleich umso mehr. Besonders interessantest wird es, wenn selbst den Profis die Kinnlade herunter klappt und Penn sich mit einem Augenzwinkern darüber aufregt, dass so ein Trick nicht längst Bestandteil seiner und Tellers Show ist.

Was kann man skippen? Um zu klären, ob Penn und Teller die Mechanik eines Tricks durchschauen, verständigen sie sich mit den Künstlern über eine Art Magier-Geheimcode. Für den normalen Zuschauer nicht unbedingt interessant, für Amateurmagier allerdings der spannendste Part überhaupt.

Wer ist der heimliche Star? Eindeutig der britische Moderator Jonathan Ross, der in den ersten beiden Staffeln mit viel guter Laune und grandiosem Humor durch den Abend führt. Häufig assistiert er den Magiern auch als Freiwilliger – und stehlt ihnen dabei manchmal sogar glatt die Show.

Welche ist die schlimmste Figur? Endlich lässt sich einmal eindeutig festhalten: keine Einzelne. Anders als in Talentshows wie „Das Supertalent“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ treten in „Fool Us“ ausschließlich Künstler auf, die ihr Handwerk beherrschen. So werden dem Zuschauer billige und enttäuschende Auftritte erspart.

Was lernen wir aus der Serie fürs Leben? Dass man sich dem Zauber des Lebens nie verschließen sollte. Wer das Unerklärliche einfach auf sich wirken lässt, hat mehr gewonnen als derjenige, der krampfhaft versucht, alles zu durchschauen. Nicht zuletzt beschreiben viele Zauber der Show Magie als eine Art Wahrer der Hoffnung. Worauf, das kann jeder für sich selbst entscheiden. Für den einen ist es vielleicht die Hoffnung auf etwas, das unser menschliches Schaffen übersteigt, für den anderen mag es die Aussicht darauf sein, das Träumen nicht zu verlieren. Letztlich zählt nur eines – und zwar, dass Hoffnung uns wachsen lässt.

Die ersten zwei Staffeln von „Penn & Teller: Fool Us“ sind ab sofort auf Netflix zu sehen. Die achte Staffel ist bereits in Arbeit. däm









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