Montag, 09.07.2018

Harte Riffs im Schatten der Teufelsmauer

Leserbrief

Ballenstedt. Eine bessere Geburtstagsfeier hätte sich das Rockharz Open Air zum 25. Jubiläum kaum wünschen können. In der vergangenen Woche reisten Tausende rockbegeisterte Fans an den Harzrand, um bis zum Sonntagmorgen durchzufeiern. Im achten Jahr in Folge war das Festival vorab schon ausverkauft. 17.000 Besucher kamen auf den Flughafen Ballenstedt – ein neuer Rekord für das Festival. Mit mehr als 50 angekündigten Bands verschiedenster Genres versprach das Festival ein vielfältiges Programm.

Als auch das Wetter mitspielte, stand der großen Geburtstagsfeier nichts mehr im Weg. Musikalisch kann das Rockharz Open Air schon lange nationale und internationale Schwergewichte aufbieten. Zu den Highlights des Jubiläums gehörten vor allem Headliner wie die Power-Metal-Band „Powerwolf“ aus Saarbrücken oder die schwedischen Gruppen „Hammerfall“ und „In Flames“.

Aufregende Bühnenshows

Dabei ging es aber nicht nur um die Musik, auch die aufregenden Bühnenshows durften nicht fehlen. Während „Kreator“ eine Show mit vielen Lichteffekten bot, feierte das Publikum vor der Bühne in einer Menschentraube, der sogenannten Moshpit. Die Band „Grailknights“, die in Superheldenkostümen auftritt, erheiterte das Publikum während ihres Auftritts vor allem mit „Grailrobic“, einer Mischung aus Aerobic und Superheldenposen. Lediglich die Fans von „Ensiferum“ wurden auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Aufgrund einer Flugverspätung musste das Konzert von 19.35 Uhr auf 1 Uhr nachts verlegt werden.

Doch trotz der nochmals gestiegenen Besucherzahlen ist das Festival im Schatten der legendären Teufelsmauer – auf die traditionell zwischen den Konzerten Wanderungen unternommen werden – immer noch von familiärer Atmosphäre geprägt. Der Spaß steht im Vordergrund, das ist nicht nur den Veranstaltern, sondern auch den Fans wichtig. Auf dem Campingplatz zeigt sich das stets besonders, denn für viele Fans ist dies mittlerweile zum festen musikalischen Familienurlaub geworden. Angereist wird oft in großen Gruppen, aber auch Alleinreisende finden schnell Anschluss, um bei dröhnenden Bässen und Gitarrenriffs bis tief in die Nacht zu feiern.

Barrierefrei für alle

Die Besucher, viele davon Stammgäste, waren vom Programm begeistert. Die gute Organisation und das jederzeit hilfsbereite Team sind aber ebenfalls Punkte, die Anerkennung finden. Auch in diesem Jahr stand der Sicherheitsdienst nicht nur den Crowdsurfern hilfreich zur Seite, sondern sorgte mit Berieselung aus den Wasserschläuchen für Abkühlung bei der Hitze.

Gelobt wurde auch die Barrierefreiheit des Festivals. Thorsten aus Berlin sagte dazu: „Ich komme jetzt seit acht Jahren. Nirgendwo sonst gibt es ein Festival, wo ich mit dem Rollstuhl überall hin kann, mir wird hier alles ermöglicht, was ich sonst nirgendwo habe. Eine separate Rollstuhltribüne und auch Crowdsurfen ist für mich drin!“







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