Freitag, 17.11.2017

Ein zu Unrecht unterschätztes Instrument

Leserbrief
Kommentieren
Video(s)
 

Goslar. Der 20. Förderpreis der Rotary Stiftung Goslar war nicht die erste Auszeichnung, die die 16-jährige Eva Debbeler für ihr Akkordeonspiel in Empfang nehmen konnte. „Und es wird sicherlich auch nicht die letzte Ehrung sein“, sagte Rolf Dünhaupt, Präsident des Rotary Clubs Goslar-Nordharz, bei der Preisverleihung am Donnerstagabend.

Das Stipendium im Wert von 3000 Euro ist eine Auszeichnung für junge Menschen aus der Region, die sich in der Kunst, in den Wissenschaften oder im Handwerk besonders ausgezeichnet haben. Zum ersten Mal seit zehn Jahren wurde der jährliche vergebene Förderpreis wieder an eine Musikerin verliehen.

Laudatio von Ina Scharf

Zur Preisverleihung im Mönchehaus Goslar kamen Freunde, Verwandte und Musikliebhaber, um den Abend mit Eva zu feiern. Seit mehr als zehn Jahren lernt die 16-Jährige aus Dörnten das Akkordeon. Auf diesem Weg wurde sie von Ina Scharf, ihrer Lehrerin aus der Kreismusikschule Goslar, begleitet. Ina Scharf war es auch, die die Laudatio für Eva hielt – für ihren „Stern“, wie sie selbst sagte. Ina Scharf sprach von Evas Lebensweg als Musikerin: von ihren ersten Begegnungen in der musikalischen Früherziehung über Evas Entscheidung, das Akkordeonspielen zu erlernen, ihre Teilnahme am Schulchor des Christian-von-Dohm-Gymnasiums bis hin zu Auftritten im ganzen Landkreis. Ina Scharf betonte auch, wie sehr sie sich über Evas Wahl gefreut hat, ein Instrument zu spielen, das doch oft doch unterschätzt wird: „Und trotz Anfangsschwierigkeiten hat sie nicht aufgegeben“, lobte sie ihre langjährige Schülerin stolz.

Vielfältige Musikauswahl

Als diese selbst zu Wort kam, wirkte sie fast sprachlos. „Das ist wirklich eine große Ehre“, betonte sie und dankte den Mitgliedern des Rotary-Clubs, ihren Eltern und besonders ihrer Lehrerin für ihre langjährige Unterstützung. Sobald sie allerdings ihr Instrument in den Händen hielt und den Gästen eine musikalische Auswahl präsentierte, war jegliche Nervosität verflogen und Eva Debbeler ganz in ihrem Element. Sie begann mit der Komposition „Toccata und Fuge in d-Moll“ von Johann Sebastian Bach, einem der bekanntesten europäischen Orgelstücke. Auch mit der Interpretation weiterer Stücke wie „Caramel auction“ von Roman Bazhilin bewies Eva Debbeler: Das Akkordeon hat seinen Ruf zu Unrecht, denn mit ihm kann man viel mehr spielen als nur Volksmusik.

Zwei Jahre werden Eva Debbeler und Ina Scharf noch gemeinsam arbeiten, dann will die 16-Jährige ein Studium beginnen. Auch ihre Zukunft hat sie schon geplant: Sie wisse zwar noch nicht, in welche Richtung es genau gehe, aber sie werde auf jeden Fall Musik studieren – da ist sich die 16-Jährige jetzt schon sicher.



Weitere Topthemen aus der Region:
  • Archiv
    Interesse der Öffentlichkeit ist gering
    Mehr
  • Archiv
    Ein weißes Wochenende – und dann?
    Mehr
  • Archiv
    Feuerwehr-Übung stellt schwierige Aufgaben
    Mehr
  • Archiv
    Feierlicher Advent mit den Service-Clubs
    Mehr
  • Archiv
    Zehn neue Schilder
    Mehr
  • Archiv
    Besinnlichkeit trifft Temperament
    Mehr
  • Archiv
    Harzklub bittet zum Basteln und Backen
    Mehr
  • Archiv
    Neue Mitte wird erstmals zum Treffpunkt
    Mehr
  • Archiv
    Preis für Clausthaler Forscher
    Mehr
  • Archiv
    Selten waren so viele Sternsinger im Einsatz
    Mehr